Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 18. November 2018

ADVENT IN ST. LEONHARD


Vor nunmehr 45 Jahren wurde zum ersten Mal in St. Leonhard der Adventmarkt zugunsten der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen abgehalten. Damals gab es in Stadt nur den Christkindlmarkt vor dem Schloss Mirabell und sonst nichts. Die Zeiten haben sich geändert und heute gibt es in der Stadt und ihrer Umgebung eine Unzahl an Märkten, die zum Teil karitativen Zwecken dienen oder eher kommerzielle Ziele verfolgen. Stand in den ersten Jahren St. Leonhard allein auf weiter Flur, so ist inzwischen die Konkurrenz übermächtig geworden. Waren es durch lange Jahre Frauen aus der Stadt, die die einzelnen Hütten führten, so sind es heute Frauen aus St. Leonhard und den umliegenden Orten. Große Summen sind im Laufe dieser Jahre für die Lebenshilfe erbracht worden, allein im vergangenen Jahr waren es insgesamt

€ 100.000.-

durch die viele Einrichtungen und Projekte der Lebenshilfe unterstützt und gefördert werden konnten. Aber auch die Lebenshilfe, die im vergangenen Jahr 50 Jahre alt geworden ist, hat sich stark verändert: aus einem kleinen Verein, dessen Wirken auf die Stadt beschränkt war, ist heute eine Institution geworden, die im ganzen Land Salzburg durch ihre Einrichtungen präsent ist und deren Wirken aus dem sozialen Bereich nicht mehr wegzudenken ist. Sicher wird der Großteil der Leistungen durch die Zuwendungen des Landes ermöglicht, aber die Unterstützung durch die Zivilgesellschaft und hier besonders durch die Erträge des Adventmarktes St. Leonhard spielt nach wie vor eine große Rolle.

Die freiwillige und ehrenamtliche Mithilfe vieler Menschen steht in einem engen Zusammenhang mit der Thematik des Advents und des Weihnachtsfestes. Eine zentrale Gestalt der Adventzeit ist Johannes der Täufer, der Wegbereiter des Herrn, der die Menschen zur Besinnung und Umkehr aufforderte, die vor allem in der Hinwendung zum Mitmenschen und hier vor allem zu dem, der auf Hilfe angewiesen ist, verwirklicht werden soll: „Wer zwei Röcke hat, gebe einen dem, der keinen hat und wer zwei Mäntel hat, gebe einen dem, der keinen hat!“ Das Miteinanderteilen und die Bereitschaft, einander zu helfen, sind ja von entscheidender Bedeutung für das Gelingen von menschlicher Gemeinschaft. Die zentrale Botschaft des Weihnachtsfestes ist Liebe, die uns in Christus Jesus geschenkt wird und die wir an unsere Mitmenschen weiter geben müssen. Der Sinn von Geschenken zum Weihnachtsfest besteht ja darin, Ausdruck von Liebe und Hinwendung zum Mitmenschen zu sein. Wobei sich diese Hinwendung nicht auf den beschränken darf, der einem zu Gesichte steht, sondern vor allem dem zu gelten hat, der auf Hilfe angewiesen ist. Advent und Weihnachten dürfen für uns nicht eine Sache des Geschäfts und des Konsums sein, sondern ein Appell, uns den Mitmenschen zuzuwenden. Eine Frau, die von Anfang an durch viele Jahre für eine der Verkaufshütten verantwortlich war, sagte mir, die Mithilfe am Adventmarkt habe ihr die eigentliche Weihnachtsfreude geschenkt. So möchte ich Sie einladen, die tiefere Bedeutung von Advent und Weihnachten zu bedenken und die Liebe, die uns im Kommen des Herren in unsere Welt geschenkt wurde, an unsere Mitmenschen weiterzugeben, besonders an jene, die der Hilfe bedürfen. Ich wünsche Ihnen besinnliche Tage des Advents und ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch

BUSSGOTTESDIENST

Am Samstag, 22. Dezember feiern wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, damit wir das Fest der Weihnacht im Frieden mit Gott, im Frieden miteinander und letztlich im Frieden mit uns selbst begehen können. Als Christen dürfen wir die Gewissheit haben, wenn wir Gott ehrlichen Herzens um Vergebung bitten, wird diese uns auch zuteil, ob im Beichtstuhl oder in einem gemeinsamen Bußgottesdienst. Als Zeichen unserer Solidarität mit Menschen am Rande der Gesellschaft soll die Kirchensammlung dem Salzburger Franziskanerkloster für die Betreuung von Obdachlosen und Haftentlassenen zugutekommen.

WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend begehen wir um 16.30 Uhr den Kindergottesdienst mit einer Krippenfeier, um Mitternacht dann die Christmette und am Christtag um 10.00 Uhr den Festgottesdienst. Am Stefanitag, 26. Dezember ist um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst. Am Sonntag, 30. Dezember ist um 10.00 Uhr der Jahresschlussgottesdienst. Am Neujahrstag ist ebenfalls um 10.00 Uhr der Festgottesdienst. Am Sonntag, 6. Jänner, dem Fest der Erscheinung des Herrn (Dreikönigsfest) sind die Gottesdienste wieder um 8.30 Uhr und um 10.00 Uhr. Bei beiden Gottesdiensten wird von den Sternsingern für Hilfsprojekte in der Dritten Welt gesammelt.

DREIKÖNIGSSINGEN

In den Tagen nach Neujahr werden wieder Buben und Mädchen von Haus zu Haus ziehen, um durch ihr Singen auf die Hilfsprojekte aufmerksam zu machen, die durch die Dreikönigsaktion in der Dritten Welt verwirklicht werden sollen. Wann und wo die Kinder kommen, wir in einer Liste beim Eingang der Kirche angeführt.Ich möchte Sie bitten, den Kindern Ihre Türen und Herzen zu öffnen und durch Ihre Spende beizutragen, damit auch dieses Jahr die Sammlung zu einem guten Erfolg gelange.