Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 4. März 2018

WAS BEDEUTET UNS DAS OSTERFEST?


Wir leben heute in einer Zeit und einer Gesellschaft, in der das Verständnis von Sinn und Zielsetzung christlicher Feste weitgehend verloren gegangen ist. Am deutlichsten zeigt sich dies bei der Feier des Weihnachtsfestes, aber auch beim Osterfest ist dies der Fall, auch wenn dieses Fest nicht so stark mit Emotionen und Gefühlen verbunden ist. Worum geht es eigentlich bei diesem Fest, hat es für mich und den heutigen Menschen noch einen Sinn und eine Bedeutung, außer dass es sich um Urlaubs- und Freizeittage handelt. Für uns Christen ist es die Erinnerung an einen Menschen, der gelebt hat wie wir alle leben, der einen qualvollen Tod gestorben ist und der die Macht des Todes bezwungen hat und zu einem unvergänglichen Leben auferstanden ist. So berichten es uns die Evangelien von Jesus, dem Zimmermannssohn aus Nazareth. Dass einer den Tod bezwungen haben soll, ist für uns von der Aufklärung geprägte Menschen des 21. Jahrhunderts unvorstellbar und mit den Gesetzen der Natur unvereinbar. Mit dieser Skepsis wurde bereits der Apostel Paulus bei seiner Predigt vor den Gelehrten der Stadt Athen konfrontiert, die unruhig wurden, als er von der Auferstehung Jesu Christi sprach und diese ihm bedeuteten, darüber könne er ein anderes Mal sprechen. Für diesen Apostel ist der Glaube an die Auferstehung des Herrn das Um und Auf des christlichen Glaubens, denn er gibt uns die Gewissheit, dass auch wir zu einem unvergänglichen Leben berufen sind: „Ist Christus auferstanden, dann gibt es auch eine Auferstehung der Toten!"

In der Kathedrale von Turin wird das sogenannte „Grabtuch von Turin" aufbewahrt, ein Leinentuch, das einen Abdruck der Vorderseite und der Rückseite eines menschlichen Körpers wiedergibt, auf den alle Angaben über das Leiden und Sterben Jesu Christi zutreffen. Erst mit der Erfindung der Photographie konnte man diesen Abdruck als einen „Negativabdruck" erkennen. Von Skeptikern wird dieses Grabtuch als mittelalterliche Fälschung abgetan, zumal eine Untersuchung mit der C 14 Methode einen entsprechenden Zeitraum andeutete. Vermutlich hängt diese Datierung aber mit einem Brand im angeführten Zeitraum zusammen, durch den das Tuch beschädigt wurde. Kein Skeptiker kann aber erklären, wie dieser Abdruck zustande gekommen sei, denn es gibt keine Farbpigmente und was ein Negativ ist, konnte erst durch die Photographie erkiärt werden, es wäre auch niemandem im Mittelalter eingefallen ein Negativ zu verfertigen. Auch verfügte kein Künstler dieser Zeit über die anatomischen Kenntnisse, die eine derart wirklichkeitsgetreue Darstellung voraussetzt. Man erklärt sich heute den Abdruck auf dem Leinentuch als Ergebnis einer Strahlung, die von dem Körper des Toten ausgegangen sein muss, der in dieses Tuch gehüllt war; nicht umsonst wird dieses Grabtuch als „fünftes Evangelium" bezeichnet, da es alle Details der Schilderungen der Evangelien über das Leiden und Sterben des Herrn bezeugt. Ich halte nicht viel von Reliquien, aber dieses Tuch konfrontiert uns mit den Aussagen der Evangelien in einer Art und Weise, die für Zweifel keinen Platz lässt, es ist der Abdruck dessen, der den Tod überwunden hat und zum Leben auferstanden ist. Ich wünsche Ihnen die Kraft des Glaubens an den Auferstandenen, der auch uns Anteil an seinem Sieg über den Tod und seinem unvergänglichen Leben gibt. In diesem Glauben wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Osterfest!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch

GNIGLER PASSIONSSINGEN

Es ist schon eine jahrzehntelange Tradition, dass in der Fastenzeit in unserer Wallfahrtskirche das „Gnigler Passionssingen" stattfindet. Dieses Jahr am Samstag, 17. März um 17.00 Uhr. Die Singgemeinschaft „Viva la Musica" (früher Singkreis Gnigl) lädt weitere Sing- und Musiziergruppen zur Mitwirkung ein. Diese Feier bildet eine Einstimmung auf die Gedenktage des Leidens, Sterbens und der Auferstehung des Herrn, die den Mittel- und Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres bilden. Die Spenden kommen der „Aktion Leben" zugute, die sich besonders alleinstehender Mütter annimmt und ihnen in ihrer oft schwierigen und scheinbar ausweglosen Situation Hilfe leistet. Ich möchte Sie sehr herzlich zur Teilnahme an dieser Feier einladen.

EINFÜHRUNG IN DIE KARWOCHE

Die Gottesdienste der Karwoche sind in vielfacher Hinsicht anders als die sonstigen Gottesdienste. Sie haben ihren Ursprung in den Gottesdiensten der Gemeinde von Jerusalem, die an den jeweiligen Orten zur entsprechenden Zeit der einzelnen Ereignisse des Leidens und des Todes Jesu Christi gedachte. Von den Pilgern wurden diese Feier in ihre Heimatländer mitgebracht und prägen so auch unsere Gottesdienste. Am Freitag, 23. März findet im Anschluss an die Kreuzwegandacht um 18.30 Uhr im Gemeinschaftsraum eine Einführung statt, die Ursprung und Bedeutung dieser Feiern erläutert, um ein besseres Verständnis zu bewirken.

CARITAS-SAMMLUNG

Jedes Jahr wird von der Caritas-Salzburg im März eine Sammlung durchgeführt, die der Hilfe für Menschen in unserem Bundesland dienen soll. Die Caritas unterhält verschiedenste vom Kindergarten bis zu Einrichtungen der Altenbetreuung und kümmert sich um Obdachlose und Menschen am Rande unserer Gesellschaft. Dem Mitteilungsblatt ist ein Erlagschein beigeheftet mit der Bitte, die Caritas bei diesen Aufgaben finanziell zu unterstützen. Die Hilfe der Caritas kommt den Ärmsten unserer Gesellschaft zugute. Ich bitte Sie um Ihre Mithilfe!

GOTTESDIENSTE IN DER KARWOCHE:

PALMSONNTAG: Gedenken des feierlichen Einzugs Jesu in die Stadt Jerusalem
  8.15 Uhr: Segnung der Palmzweige am Kirchplatz - Prozession - Gemeindegottesdienst mit der Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Markus
10.00 Uhr: Segnung der Palmzweige am Kirchplatz - Prozession - Kindergottesdienst
Die Kirchensammlung ist bei beiden Gottesdiensten für die Caritas-Salzburg bestimmt.
GRÜNDONNERSTAG: Gedächtnis des Abendmahls und des Ölbergleidens Jesu Christi
  19.00 Uhr: Abendmahlsgottesdienst mit Bußfeier und Ölbergandacht

Die Kirchensammlung ist für den Verein „Concordia" bestimmt, der sich um Straßenkinder und Obdachlose in Rumänien und Moldawien kümmert.

KARFREITAG: Gedächtnis des Todesleidens Jesu Christi
  15.00 Uhr: Wortgottesdienst mit der Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Johannes Kreuzverehrung - Fürbitten in den großen Anliegen der Kirche
OSTERNACHT: Gedächtnis der Auferstehung des Herrn
  20.30 Uhr: Lichtfeier am Kirchplatz - Prozession - Lobpreis des Osterlichtes - Wortgottesdienst - Tauferneuerung - Eucharistiefeier - Segnung der Speisen
OSTERSONNTAG: 10.00 Uhr: Festgottesdienst mit Segnung der Speisen.
  Die Kirchensammlung ist für die Caritas Salzburg bestimmt.