Krippe

Titelkopf

St. Leonhard, den 10. Dezember 2017


UND FRIEDE DEN MENSCHEN AUF ERDEN!


Diese Worte der weihnachtlichen Frohbotschaft klingen wie Hohn angesichts der Situation, in der sich die Welt befindet. Allenthalben gibt es Kriege und blutige Auseinandersetzungen, gerade in den Gebieten des Nahen und Mittleren Ostens. Aber auch Europa bleibt nicht verschont von den Auswirkungen dieser Kämpfe. Hunderttausende Flüchtlinge versuchten in den letzten Jahren in Europa diesen Auseinandersetzungen zu entkommen und Asyl zu finden. Es ist nur zu hoffen, dass sie bald wieder in ihre Heimat zurückkehren können. Dem Großteil Europas sind seit mehr als 70 Jahren blutige Auseinandersetzungen erspart geblieben, aber an den Rändern, am Balkan und vor allem im Osten gab und gibt es nach wie vor Kämpfe und Kriege, Töten und Morden und auch wir leben nicht in einer heilen Welt: Unfrieden, Auseinandersetzungen und Streitereien gibt es auch bei uns. Deshalb ist die Botschaft des Engels nicht nur eine Zusage, dass uns durch das Kind von Bethlehem Friede geschenkt wurde, sondern zugleich auch eine Aufforderung an uns, dass wir in unserem Lebensbereich uns um Frieden bemühen und Frieden verwirklichen. Das fängt in den Familien an, es betrifft das Zusammenleben in der Nachbarschaft und am Arbeitsplatz, in allen Bereichen, in denen wir Mitmenschen begegnen. Das Bemühen um Frieden verlangt, dass wir einander respektieren, so wie wir sind, dass wir einander Verständnis entgegenbringen, dass wir einander helfen und dass wir füreinander da sind. Das alles ist mit dem Gebot der Nächstenliebe gemeint, das für uns Christen das zentrale Gebot ist, in dem alle anderen Gebote gewissermaßen enthalten sind. Dieses Gebot gründet in der Liebe Gottes, die uns im Weihnachtsgeheimnis geschenkt wird: „Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn in die Welt sandte und für sie hingab!“

Ich lade Sie ein, bei Ihrer Weihnachtsfeier zu Hause die Botschaft von der Geburt unseres Herrn Jesus Christus zu lesen:

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, die gesamte Bevölkerung des römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinius Statthalter von Syrien war. Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef ging von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Frau, die ein Kind erwartete, eintragen zu lassen; er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Als sie angekommen waren, kam für sie die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar einen Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In dieser Gegend lagerten Hirten auf einem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie und es befiel sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll! Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids. Er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“ Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Heerschar, die lobte Gott und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede ist auf Erden bei den Menschen seiner Huld!“

Lasset uns beten: Herr und Gott, du hast diese hochheilige Nacht durch den Aufgang des wahren Lichtes taghell gemacht und uns mit dem Licht deines menschgewordenen Sohne erfüllt. Wir bitten dich, lass in unseren Herzen dieses Licht erstrahlen, gib uns die Freude und den Frieden der Weihnacht. Darum bitten wir dich durch Christus Jesus, unseren Herrn und Bruder. Amen

ELISABETHKORB

Die Kirchensammlung vom Sonntag, 19. November war als „Elisabethkorb“ für die sozialen und karitativen Aufgaben der Frauengemeinschaft bestimmt und erbrachte einen Betrag von € 383,10. Allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, sei dafür herzlich gedankt. Der Großteil der Beträge, die für die Frauengemeinschaft gespendet wurden, wird für eine Patenschaft zugunsten eines Waisenkindes im Libanon und für eine Hilfsgemeinschaft für Leprakranke verwendet.

BUSSGOTTESDIENST

Am Samstag, 23. Dezember feiern wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, damit wir das Fest der Weihnacht im Frieden mit Gott, im Frieden miteinander und letztlich im Frieden mit uns selbst begehen können. Als Christen dürfen wir die Gewissheit haben, wenn wir Gott ehrlichen Herzens um Vergebung bitten, wird diese uns auch zuteil, ob im Beichtstuhl oder in einem gemeinsamen Bußgottesdienst. Als Zeichen unserer Solidarität mit Menschen am Rande der Gesellschaft soll die Kirchensammlung dem Salzburger Franziskanerkloster zur Betreuung von Obdachlosen und Haftentlassenen zugutekommen.

WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend sind vormittags die Gottesdienste zum 4. Adventsonntag um 8.30 Uhr und um 10.00 Uhr. Um 16.30 Uhr feiern wir den Kindergottesdienst mit einer Krippenfeier, um Mitternacht dann die Christmette und am Christtag um 10.00 Uhr den Festgottesdienst. Am Stefanitag, 26. Dezember ist um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst und am Sonntag, 31. Dezember ist um 10.00 Uhr der Jahresschlußgottesdienst. Auch am Neujahrstag ist um 10.00 Uhr der Festgottesdienst. Das sonst für den 5. Jänner vorgesehene Sternsingen muss leider entfallen. Am Fest der Erscheinung des Herrn, 6. Jänner, sind die Gottesdienste wieder um 8.30 Uhr und um 10.00 Uhr.

DREIKÖNIGSSINGEN

In den Tagen nach Neujahr werden wieder Buben und Mädchen von Haus zu Haus ziehen, um durch ihr Singen auf die Hilfsprojekte aufmerksam zu machen, die durch die Dreikönigsaktion in der Dritten Welt verwirklicht werden sollen. Ich möchte Sie bitten, den Kindern Ihre Türen und Ihre Herzen zu öffnen und durch Ihre Spenden beizutragen, damit auch dieses Jahr die Sammlung zu einem guten Erfolg gelange.

Ihr Dr. Franz Nikolasch