Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 24. Jänner 2016


Sehr geehrte Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft und Bewohner von St. Leonhard!

Beiliegend übermittle ich Ihnen namens des Vorstandes der Kirchengemeinschaft wie in den vergangenen Jahren die Jahresbilanz 2015. Mit diesem Bericht soll über die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres Rechenschaft abgelegt werden. Es ist für uns selbstverständlich, die finanzielle Gebarung möglichst transparent zu gestalten, denn wer immer zum finanziellen Ertrag beigetragen hat, soll auch wissen, wofür die Mittel aufgebracht wurden.

Wie Sie den nachfolgenden Aufstellungen entnehmen können, bestehen drei verschiedene Kassen, nämlich die der Kirchengemeinschaft, in der die Ergebnisse vor allem der Kirchensammlungen und des Opferstocks verwaltet werden, dann die Kassa der Frauengemeinschaft und schließlich die von mir verwaltete Spendenkasse. Eine Zusammenfassung dieser drei Kassen ergibt einen Übertrag aus dem Jahre 2014 in der Höhe von € 33.970,16. Dazu kommen Einnahmen des Jahres 2015 in der Höhe von € 23.729,12, sodass die Gesamteinnahmen einen Betrag von € 57.699,28 ausmachen. Dem stehen Ausgaben in der Höhe von € 25.628,56 gegenüber, sodass sich für das Jahr 2016 ein Übertrag von insgesamt € 32.070,72 ergibt. Allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, sei herzlichst gedankt. Die relativ hohen Rücklagen sind erforderlich, um die Kosten größerer Reparaturen oder Investitionen abdecken zu können. Interessant ist auch, dass von den Ausgaben des Jahres 2015 rund die Hälfte für soziale und karitative Aufgaben verwendet wurde, ein Zeichen dafür, dass die Kirchengemeinschaft nicht nur die eigenen Belange im Blick hat, sondern auch offen ist für die Aufgaben, die außerhalb unserer Gemeinschaft liegen und dass die Bereitschaft gegeben ist, Menschen zu helfen, die von Katastrophen heimgesucht werden oder in den Entwicklungsländern Menschen zu helfen, damit sie auf eigene Beine zu stehen kommen, Hilfe zur Selbsthilfe.

Dazu kommt noch der „Advent in St. Leonhard“, dessen Reinertrag zur Gänze der Lebenshilfe Salzburg zugute kommt. Zahlreiche Projekte konnten im Laufe der mehr als vierzig Jahre seit der Gründung im ganzen Land unterstützt und gefördert werden. Angesichts der zahllosen Adventveranstaltungen in der näheren und weiteren Umgebung bleibt St. Leonhard mit seiner Zielsetzung doch beispielgebend, insofern hier nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet wird, sondern soziale Aufgaben wahrgenommen werden.

Abschließend möchte ich allen danken, die sich im Laufe des vergangenen Jahres für die Belange der Kirchengemeinschaft eingesetzt haben. Es sind zwar von Jahr zu Jahr weniger Mitbewohner von St. Leonhard, denen die Kirchengemeinschaft und die Mitfeier der Gottesdienste ein Anliegen sind. Der gegenwärtige Papst versucht, der Kirche ein glaubwürdiges Erscheinungsbild zu geben, aber, wie man so sagt, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer! Was durch fünfzig Jahre verbockt wurde, Jahre, in denen die Amtskirche mit Geboten und Verboten die Menschen reglementieren wollte, kann durch Appelle zur Barmherzigkeit nicht von heute auf morgen gut gemacht werden, es müssen auch die entsprechenden Taten folgen, es muß entsprechende Änderungen im Kirchenrecht geben. Weder die Kurie noch der Großteil der Bischöfe, die ja alle im Geiste der vergangenen Päpste ausgewählt wurden, sind, wie die vergangene Bischofssynode gezeigt hat, bereit, dem Papst auf seinem Weg zu folgen. Das ist das eigentliche Problem der Kirche heute!

Ich wünsche allen Mitgliedern unsrer Kirchengemeinschaft und allen Bewohnern von St. Leonhard ein gutes und friedvolles Neues Jahr 2016, verbunden mit der Einladung, am Leben unserer Kirchengemeinschaft teilzunehmen!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch