Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard. den 15. November 2015

ADVENT IN ST.LEONHARD


Wenn St. Leonhard heute weit über die Grenzen von Salzburg hinaus bekannt ist, so liegt dies hauptsächlich an den Veranstaltungen, die hier im Advent stattfinden und die im Jahre 1973 ihren Anfang genommen haben. Aus bescheidenen Anfängen sind sie im Laufe der Jahre geradezu eine Institution geworden, die aus dem Adventgeschehen im Salzburger Raum nicht mehr wegzudenken ist. Das liegt zum einen am Adventmarkt, der unterhalb des Kirchhügels stattfindet und dessen Verkaufsstände vorwiegend Erzeugnisse des Kunsthandwerks aus nah und fern bieten, die auf den Advent und die weihnachtliche Zeit abgestimmt sind. Zum anderen sind es die Festgottesdienste und Adventfeiern in der Wallfahrtskirche, die von Sing- und Musiziergruppen aus Salzburg, Bayern und Kärnten gestaltet werden. War vor rund vierzig Jahren St. Leonhard mit seinem Advent allein auf weiter Flur, so hat sich in den seither verflossenen Jahren die Situation total verändert: es gibt kaum einen Ort, der nicht einen Adventmarkt durchführt. Das Besondere an St. Leonhard ist aber nach wie vor die Zielsetzung, die mit dem Erlös aus dem Adventmarkt und den Spenden bei den Feiern in der Kirche verfolgt wird, nämlich die Unterstützung der Lebenshilfe Salzburg. Der gesamte Reinertrag wird für die verschiedensten Einrichtungen im ganzen Bundesland, die von der Lebenshilfe geführt werden, verwendet. Das Ergebnis des vergangenen Jahres betrug rund

EURO 89.000.-

und wurde zur Gänze für Adaptierungen und Erneuerungen im „Haus des Kindes“ in der Ernst Grein-Straße in Salzburg verwendet, einer der frühesten Einrichtungen, die von der Lebenshilfe geschaffen wurden und jetzt schon „in die Jahre“ gekommen war.

Diese Zielsetzung steht in einem besonderen Zusammenhang mit dem Geist des Advents, einer Zeit, in der wir uns wieder bewusster unseren Mitmenschen zuwenden sollen, vor allem jenen, die besonders auf unser Verständnis und auf unsere Hilfe angewiesen sind. Einer der wesentlichen Punkte in der Verkündung Johannes des Täufers war der Aufruf, das was wir haben, mit denen zu teilen, die nichts haben. Es entspricht aber vor allem auch der Botschaft des Weihnachtsfestes, an dem sich Gottes Liebe zu uns Menschen im Kommen seines Sohnes in unsere Welt offenbart. In einem Hymnus der ersten Christen wird das so ausgedrückt: „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen.“ In diesem Kommen des Herrn in unsere Welt offenbart sich die Liebe Gottes zu uns Menschen, einer Liebe, die unsere Antwort einfordert, nämlich sie an unsere Mitmenschen weiterzugeben. Ich wünsche Ihnen besinnliche Tage des Advents und die Bereitschaft, Ihren Mitmenschen Verständnis und Hilfsbereitschaft entgegenzubringen.

Ihr
Dr. Franz Nikolasch

BRUDER IN NOT

Advent ist eine Zeit, in der wir uns in besonderer Weise unserer Verantwortung gegenüber Menschen, die in Not und Elend leben und keine Zukunftsperspektiven haben, bewusst werden sollen. Um ihnen zu helfen, ein menschenwürdiges Leben führen zu können bzw. ihnen die Möglichkeit zu geben, sich selbst ihren Lebensunterhalt zu sichern (Hilfe zur Selbsthilfe), werden durch die Aktion „Bruder in Not“ Projekte in der Dritten Welt unterstützt. Im Vorraum der Kirche liegen Säckchen für Ihre Spende auf und die Kirchensammlungen vom 6. und 8. Dezember sollen ebenfalls dieser Aktion zugute kommen. Ich möchte Sie herzlich bitten, diese Aktion durch Ihre Spende zu unterstützen.