Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 8. März 2015

CARITAS – SAMMLUNG


In den vergangenen Wochen war in den Medien immer wieder von der Caritas berichtet worden, die für Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten von Syrien und dem Irak die Betreuung übernehmen soll. Daneben springt sie zur Soforthilfe bei Katastrophen ein und in unserem Land unterhält sie eine große Anzahl von Sozialeinrichtungen, angefangen von Kindergärten bis zu Heimen für Menschen mit Behinderungen und für Senioren. In einem Folder, der für die diesjährige Sammlung herausgegeben wurde, werden folgende zusätzliche Aufgabenbereiche angeführt:

  • Begleitung, Beratung und finanzielle Unterstützung von Menschen und Familien in akuten Notsituationen
  • Mobile Palliativbetreuung von schwerkranken Menschen und Sterbenden
  • Unterstützung von pflegenden Angehörigen
  • Wiedereingliederungshilfe für ältere Arbeitslose
  • Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum
  • Spezielle Förderungen und Therapieangebote für Menschen mit Behinderungen
  • Unterstützung von Bildungs- und Hilfsprojekten für Kinder und Jugendliche

Um diese Leistungen erbringen zu können, bedarf die Caritas der entsprechenden finanziellen Mittel, die zu einem Gutteil durch Spenden aufgebracht werden. Als Christen dürfen wir uns nicht egoistisch nur um uns selber kümmern, nach dem Motto: „Jeder ist sich selbst der Nächste“, sondern wir müssen uns immer bewußt sein, dass wir auch für unsere Mitmenschen Verantwortung tragen. Sicher wird Vieles durch staatliche Sozialeinrichtungen übernommen, aber es bleibt noch genug zu tun, damit Mitmenschen in ihrer Not Hilfe und Unterstützung finden; es ist unser aller Aufgabe und Verantwortung. In einem alten lateinischen Hymnus, den wir in deutscher Fassung am Gründonnerstag singen, heißt es: „Wo die Güte und die Liebe wohnt, dort nur wohnt der Herr!“ Entscheidend für uns Christen ist es, uns der Mitmenschern in Liebe = Caritas anzunehmen. Nicht umsonst bezeichnet Jesus das Gebot der Liebe als das wichtigste und entscheidendste unter allen Geboten und der große heilige Augustinus bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, „Liebe und tu, was du willst!“ Ein Mensch, dessen Denken und Tun von echter Liebe geprägt ist, kann nichts Schlechtes tun.

Wir stehen jetzt wieder in der österlichen Vorbereitungszeit, einer Zeit, in der besonders auf die Bedeutung des Fastens hingewiesen wird. Konsumverzicht ist gut und recht, aber er soll hilfsbedürftigen Mitmenschen zugute kommen. Das „Almosengeben“ d. h. die Unterstützung notleidender Mitmenschen, ist nicht nur für uns Christen ein wichtiges Element der Fastenzeit, sondern auch für die Moslems und ihre Feier des Ramadan. Es zählt zu den Hauptgeboten des Koran, der es vom Judentum und Christentum übernommen hat.

Ich bitte Sie, helfen Sie durch Ihre Spende mit dem beigefügten Erlagschein der Caritas, damit diese Menschen in Not helfen kann. Denken Sie an die mahnenden Worte des Herrn in seiner Gerichtsrede, wenn er unser Verhalten gegenüber den Mitmenschen auf unser Verhalten ihm gegenüber bezieht: „Was ihr den geringsten meiner Mitbrüder getan habt, das habt ihr mir getan und was ihr ihnen nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan!“

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Fastenzeit und ein gesegnetes Osterfest!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch


PASSIONSSINGEN

Entsprechend einer langjährigen Tradition findet auch dieses Jahr das „Gnigler Passionssingen“ in unserer Kirche statt und zwar am Samstag, 21. März um 17.00 Uhr. Gemeinsam mit dem Chor „Viva la musica“ gestalten Sing- und Musiziergruppen diese Feier, in deren Mittelpunkt Gesänge und Texte stehen, die uns das Geschehen von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn nahe bringen wollen. Ich möchte Sie sehr herzlich einladen, an dieser Feier teilzunehmen, deren Reinertrag der „Aktion Leben“ zugute kommt.


EINFÜHRUNG IN DIE KARWOCHE

Am Freitag, 27. März findet im Anschluss an die Kreuzwegandacht um 18.30 Uhr im Gemeinschaftsraum eine Einführung in die Feier der Karwoche vom Palmsonntag bis zur Osternacht statt. Es handelt sich um die Feiern, die den Höhepunkt des ganzen Kirchenjahres bilden und sich von den gewöhnlichen Gottesdiensten während des Jahres unterscheiden. Sie gehen auf eine lange Tradition zurück, die ihren Ursprung in den Gottesdiensten der Kirche von Jerusalem hat. Im Gespräch soll nicht nur diese Geschichte aufgezeigt werden, sondern auch der tiefere Sinn der verschiedenen Riten und Texte dargelegt werden.


GOTTESDIENSTE IN DER KARWOCHE


PALMSONNTAG: Gedenken des feierlichen Einzugs Jesu in die Stadt Jerusalem

8.15 Uhr: Segnung der Palmzweige am Kirchplatz – Prozession – Gemeindegottesdienst mit der Leidensgeschichte nach Markus
10.00 Uhr: Segnung der Palmzweige in der Weißkindstraße – Prozession – Kindergottesdienst mit verkürzter Leidensgeschichte

GRÜNDONNERSTAG: Gedächtnis des Abendmahls und des Ölbergleidens

19.00 Uhr: Abendmahlsgottesdienst mit Bußfeier und Ölbergandacht

KARFREITAG: Gedächtnis des Todesleidens Jesu Christi

15.00 Uhr: Wortgottesdienst mit der Leidensgeschichte nach Johannes – Kreuzverehrung – Fürbitten

OSTERNACHT: Gedächtnis der Auferstehung des Herrn

20.30 Uhr: Lichtfeier am Kirchplatz – Prozession – Wortgottesdienst – Tauferneuerung – Eucharistiefeier – Segnung der Speisen

OSTERSONNTAG:

10.00 Uhr: Festgottesdienst mit Segnung der Speisen