Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 25. Jänner 2015


Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft und Bewohner von St. Leonhard!


Wie in den vergangenen Jahren wollen wir auch dieses Jahr allen Mitgliedern der Kirchengemeinschaft, aber auch allen Bewohnern unseres Ortes über die Verwendung der finanziellen Mittel, die im abgelaufenen Jahr durch Spenden und Sammlungen erbracht wurden, Rechenschaft geben. Es war für uns von Anfang selbstverständlich, möglichst transparent die finanzielle Situation der Kirchengemeinschaft darzulegen, was ja leider in der Kirche, angefangen von den Pfarren nicht allgemein der Fall ist. Wie Sie den nachfolgenden Aufstellungen entnehmen können, bestehen drei verschiedene Kassen, nämlich die der Kirchengemeinschaft, in der die Ergebnisse der Kirchensammlungen, des Opferstocks und diverser Spenden verwaltet werden, dann die Kassa der Frauengemeinschaft und die von mir verwaltete Spendenkassa. Der Gesamtübertrag aus dem Jahre 2013 betrug € 30.698,34 und die Gesamteinnahmen des Jahres 2014 beliefen sich auf € 23.791,41. Ihnen stehen Gesamtausgaben in der Höhe von € 20.519,59 gegenüber, sodass sich für das Jahr 2015 ein Gesamtübertrag von € 33.970,16 ergibt. Allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, sei dafür sehr herzlich gedankt. Die relativ hohen Rücklagen sind erforderlich, damit bei allfälligen Reparaturen und notwendigen Investitionen genügend Mittel vorhanden sind, um diese abzudecken. Von den Ausgaben des Jahres 2014 wurde ungefähr die Hälfte für die laufenden Betriebskosten und sonstigen Erfordernisse der Kirchengemeinschaft verwendet; größere Investitionen wurden im vergangen Jahr nicht getätigt. Fast die Hälfte der Ausgaben wurden für Aufgaben der Weltkirche (Mission) und sozial-karitative Projekte verwendet. Es konnte damit Menschen geholfen werden, die von Katastrophen heimgesucht wurden, es konnten aber auch Vorhaben der Entwicklungshilfe unterstützt werden, die Menschen in der Dritten Welt Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Dazu kommt noch der „Advent in St. Leonhard“, dessen Reinertrag zur Gänze der Lebenshilfe Salzburg zugute kommt. Im Verlauf der mehr als vierzig Jahre konnten zahlreiche Projekte der Lebenshilfe im ganzen Land unterstützt und gefördert werden. Angesichts der zahllosen Adventveranstaltungen bleibt St. Leonhard mit seiner Zielsetzung doch beispielgebend, insofern hier nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet wird, sondern soziale Aufgaben wahrgenommen werden.

Abschließend möchte ich allen danken, die sich für die Belange der Kirchengemeinschaft engagiert haben. Mich persönlich stimmt es traurig, dass auch in unserer Kirchengemeinschaft Jahr für Jahr der Schrumpfungsprozess in Bezug auf die Teilnahme am kirchlichen Leben weitergeht und nur mehr wenigen die Mitfeier des Sonntagsgottesdienstes ein Anliegen ist. Auch wenn ich keine pfarrliche Verantwortung trage, sondern nur „freiwilliger Gastarbeiter“ bin, frage ich mich doch, was ich falsch mache. Es ist mir schon klar, dass ich in meinem Alter jüngere Generationen nur mehr schwer ansprechen kann, zumal ich beruflich ja im wissenschaftlichen Bereich tätig war. Ich kann nur hoffen, dass die Amtskirche durch Papst Franziskus wieder Glaubwürdigkeit gewinnt und sich auf die eigentliche Aufgabe der Kirche besinnt, glaubwürdig die Frohbotschaft der Erlösung zu verkünden, damit die Menschen einander in Liebe und Verständnisbereitschaft begegnen, den Armen und Verzweifelnden Hilfe zuteil wird und unter den Menschen Friede Wirklichkeit wird.

So wünsche ich allen Mitgliedern unserer Kirchengemeinschaft und allen Bewohnern unseres Ortes ein gutes und friedvolles Neues Jahr 2015, verbunden mit der Einladung, am Leben unserer Kirchengemeinschaft teilzunehmen.

Ihr
Dr. Franz Nikolasch