Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 14. Dezember 2014


UND FRIEDE DEN MENSCHEN AUF ERDEN!


Es war vor genau 100 Jahren. Der 1. Weltkrieg hatte begonnen, die deutschen Truppen wollten über Belgien nach Frankreich vordringen, da kam es bei Ypern zu erbitterten Stellungskämpfen. In den Schützengräben lagen Franzosen und Engländer den Deutschen gegenüber. Es kam der Heilige Abend und plötzlich schwiegen die Waffen, aus den Schützengräben tönten weihnachtliche Lieder, Soldaten beider Seiten gingen aufeinander zu, um sich den Frieden der Weihnacht zu wünschen. Der Krieg schien vergessen, im Gegner erblickte man nicht mehr den Feind, sondern einen Menschen, der sich genauso nach Frieden sehnte. Die Waffenruhe währte nicht lange, der befohlene Kampf und das Töten ging weiter. Für eine kurze Zeit war Wirklichkeit geworden, was die Engel den Hirten als Frohbotschaft verkündet hatten: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden!“ Man möchte nur wünschen, dass immer und überall diese Botschaft bei den Menschen ankomme.

Wir wissen und erfahren es heute genauso wie damals, dass die Wirklichkeit leider anders ist und in vielen Gebieten unserer Welt Menschen einander mit Hass begegnen und nichts anders im Sinne haben, als den anderen, den Feind, zu vernichten. In den Kerngebieten Europas können wir feststellen, dass die Verantwortlichen aus den beiden blutigen Weltkriegen gelernt haben und eine Friedensordnung begründeten, die zur heutigen EU geführt und uns seit nahezu 70 Jahren blutige Auseinandersetzungen erspart hat, aber an den Rändern Europas, am Balkan und vor allem im Osten gab und gibt es nach wie vor Kämpfe und Kriege, Töten und Morden. Trotzdem leben auch wir nicht in einer heilen Welt, gibt es auch bei uns Unfrieden, Auseinandersetzungen und Streit. Deshalb ist die Botschaft der Engel nicht nur die Zusage, dass uns durch das Kind von Bethlehem Friede geschenkt wurde, sondern sie ist zugleich die Aufforderung, dass wir in unserem Lebensbereich uns um Frieden bemühen und Frieden verwirklichen. Das fängt in den Familien an, betrifft die Nachbarschaft und alle Bereiche, in denen wir einander begegnen. Das Bemühen um Frieden verlangt, dass wir einander respektieren, so wie wir sind, dass wir einander Verständnis entgegenbringen, dass wir einander helfen, dass wir füreinander da sind. Das alles ist mit dem Gebot der Nächstenliebe gemeint. Mit ihr geben wir nur das weiter, was uns im Weihnachtsgeheimnis geschenkt wird: „Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn in diese Welt sandte und für sie hingab!“

Ich lade Sie ein, bei Ihrer Weihnachtsfeier zu Hause die Botschaft von der Geburt unseres Herrn Jesus Christus zu lesen:

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, die gesamte Bevölkerung des römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinius Statthalter von Syrien war. Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef ging von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Frau, die ein Kind erwartete, eintragen zu lassen; er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids. Als sie dort angekommen waren, kam für sie die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar einen Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In dieser Gegend lagerten Hirten auf einem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie und es befiel sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll! Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids. Er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“ Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Schar, die lobte Gott und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede ist auf Erden bei den Menschen seiner Huld!“

Lasset uns beten:
Herr und Gott, du hast diese hochheilige Nacht durch den Aufgang des wahren Lichtes taghell gemacht und uns mit dem Licht deines menschgewordenen Sohnes erfüllt. Wir bitten dich, laß in unseren Herzen dieses Licht erstrahlen, gib uns die Freude und den Frieden der Weihnacht. Darum bitten wir dich durch Christus Jesus, unsern Herrn und Bruder. Amen.


ELISABETHKORB

Die Kirchensammlung vom Sonntag, 23. November war als „Elisabethkorb“ für die sozialen und karitativen Aufgaben der Frauengemeinschaft bestimmt und erbrachte einen Betrag von € 260,73. Allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, sei dafür herzlich gedankt. Der Großteil der Beträge, die für die Frauengemeinschaft gespendet werden, wird für eine Patenschaft zugunsten eines Waisenkindes im Libanon und für eine Hilfsgemeinschaft für Leprakranke verwendet.


BUSSGOTTESDIENST

Am Dienstag, 23. Dezember feiern wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, damit wir das Fest der Weihnacht im Frieden mit Gott, im Frieden miteinander und schließlich im Frieden mit uns selbst begehen können. Als Christen dürfen wir die Gewissheit haben, wenn wir Gott ehrlichen Herzens um Vergebung bitten, wird diese uns auch zuteil, ob im Beichtstuhl oder in einem gemeinsamen Bußgottesdienst. Als Zeichen unserer Solidarität mit Menschen am Rande der Gesellschaft soll diese Kirchensammlung dem Salzburger Franziskanerkloster zur Betreuung von Obdachlosen und Haftentlassenen zugute kommen.


WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend feiern wir um 16.30 Uhr den Kindergottesdienst mit einer Krippenfeier, um Mitternacht dann die Christmette und am Weihnachtsfest um 10.00 Uhr den Festgottesdienst. Am Stefanitag, 26. Dezember ist um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst. Die weiteren Gottesdienste in der Weihnachtszeit sind am Sonntag, 28. Dezember um 10.00 Uhr, am 31. Dezember als Jahresschlußgottesdienst um 17.00 Uhr; am Neujahrstag wie auch am Sonntag, 4. Jänner wiederum um 10.00 Uhr. Am Fest der Erscheinung des Herrn sind die Gottesdienste um 8.30 Uhr und um 10.00 Uhr.


DREIKÖNIGSSINGEN

In den Tagen nach Neujahr werden wieder Buben und Mädchen von Haus zu Haus ziehen, um durch ihr Singen auf die Hilfsprojekte aufmerksam zu machen, die durch die Dreikönigsaktion in der Dritten Welt verwirklicht werden sollen. Ich möchte Sie bitten, den Kindern Ihre Türen und Ihre Herzen zu öffnen und durch Ihre Spende beizutragen, damit auch dieses Jahr die Sammlung zu einem guten Erfolg gelange.


STERNSINGEN

Seit etlichen Jahre pflegen die Männer des Volksliedchores Grödig den alten Brauch des „Sternsingens“. Am 5. Jänner, dem Vorabend des Festes der Erscheinung des Herrn, erklingen um 19.00 Uhr in Verbindung mit einem Wortgottesdienst ihre Lieder in unserer Kirche. Ich möchte Sie sehr herzlich zur Teilnahme an dieser Feier einladen.


Abschließend möchte ich allen Bewohnern unseres Ortes und allen Mitgliedern unserer Kirchengemeinschaft ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gutes und glückliches Neues Jahr 2015 wünschen. Mit diesem Wunsch verbinde ich den Dank an alle, die im Rahmen der Kirchengemeinschaft mitwirken und so für deren Gelingen einen Beitrag leisten. Möge dies auch im kommenden Jahr der Fall sein!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch


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