Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 15. Dezember 2013.


WAS HAT UNS WEIHNACHTEN NOCH ZU SAGEN?


In den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Gesellschaft sehr verändert, nicht zuletzt in der Beziehung zum christlichen Glauben und den christlichen Festen. Wer heute noch vom christlichen Abendland redet, hat jeden Bezug zur Wirklichkeit verloren, unsere Gesellschaft ist nicht mehr christlich geprägt und christliche Feste haben weitgehend ihren Sinn und ihre Bedeutung verloren. Im Besonderen gilt dies vom Weihnachtsfest, das einerseits von einer romantischen Stimmung und Rührseligkeit, andererseits von Geschäftemacherei geprägt ist und nichts mehr mit einem religiösen Gehalt zu tun hat. Das mag zwar in unserem unmittelbaren Umfeld noch nicht so krass der Fall sein, aber in den Städten, in denen die Mehrheit der Bevölkerung nichts mehr mit einem christlichen Bekenntnis zu tun hat, ist dies sicher der Fall.

Dennoch und gerade deshalb haben wir Christen die Aufgabe, den Sinn und die eigentliche Bedeutung dieses Festes uns bewusst zu machen. Es ist für uns die Erinnerung daran, dass Gott in seiner Liebe zu uns Menschen in seinem Sohn unser menschliches Schicksal angenommen hat und einer von uns geworden ist. Es ist zugleich die Erinnerung daran, dass wir aufgefordert sind, diese Liebe weiterzugeben an unsere Mitmenschen und uns zu bemühen, mit allen in Frieden zu leben, wobei die „Liebe", die wir einander entgegen bringen sollen, nicht eine Sache der Gefühle und Stimmungen ist, sondern eine grundlegende Einstellung gegenüber unseren Mitmenschen, die geprägt ist von Verständnis- und Hilfsbereitschaft, von der Bereitschaft, den anderen als Mensch ernst zu nehmen, ihn zu respektieren und ihm zu helfen. Liebe bedeutet offen zu sein für die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen. Wie schön wäre eine Welt, in der alle Menschen sich um diese Einstellung gegenüber den Mitmenschen bemühen würden. Wir können sicher nicht die Welt verändern, aber wir sollten uns bemühen, in dem Bereich, in dem sich unser Leben abspielt, diese Haltung zu verwirklichen. Das ist der Auftrag des Weihnachtsfestes. Nur wenn wir dies erkannt haben, haben wir den Sinn und die Bedeutung des Weihnachtsfestes verstanden.

Ich lade Sie ein, bei Ihrer Weihnachtsfeier zu Hause die Frohbotschaft von der Geburt unseres Herrn Jesus Christus zu lesen:

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, die gesamte Bevölkerung des römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinius Statthalter von Syrien war. Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef ging von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Frau, die ein Kind erwartete, eintragen zu lassen; er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids. Als sie dort angekommen waren, kam für sie die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar einen Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In dieser Gegend lagerten Hirten auf einem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie und es befiel sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll! Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids. Er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt." Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Schar, sie lobte Gott und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede ist auf Erden bei den Menschen seiner Huld!"

Lasset uns beten:
Herr und Gott, du hast diese hochheilige Nacht durch den Aufgang des wahren Lichtes taghell gemacht und uns mit dem Licht deines menschgewordenen Sohnes erfüllt. Wir bitten dich, laß in unseren Herzen dieses Licht erstrahlen, gib uns die Freude und den Frieden der Weihnacht. Darum bitten wir dich durch Christus Jesus, unsern Herrn und Bruder.
Amen


ELISABETHKORB

Die Kirchensammlung vom Sonntag, 24. November war als „Elisabethkorb" für die sozialen und karitativen Aufgaben der Frauengemeinschaft bestimmt und erbrachte insgesamt einen Betrag von € 540.- Allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, sei dafür herzlich gedankt. Der Großteil der Beträge, die für die Frauengemeinschaft gespendet werden, wird für eine Patenschaft für ein Waisenkind im Libanon und für eine Hilfsgemeinschaft für Leprakranke verwendet.


BUSSGOTTESDIENST

Am Montag, 23. 12. feiern wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, damit wir das Fest der Weihnacht im Frieden mit Gott, im Frieden miteinander und schließlich im Frieden mit uns selbst begehen können. Als Christen dürfen wir die Gewissheit haben, wenn wir Gott ehrlichen Herzens um Vergebung bitten, dass diese uns auch zuteil wird, ob im Beichtstuhl oder in einem gemeinsamen Bußgottesdienst. Als Zeichen unserer Solidarität mit Menschen am Rande der Gesellschaft soll die Kirchensammlung dem Salzburger Franziskanerkloster zur Betreuung von Obdachlosen und Haftentlassenen zugute kommen.


WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend feiern wir um 16.30 Uhr den Kindergottesdienst mit einer Krippenfeier, um Mitternacht dann die Christmette und am Weihnachtsfest um 10.00 Uhr den Festgottesdienst. Am Stefanitag, 26. 12. ist um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst. Die weiteren Gottesdienste in der Weihnachtszeit sind am Sonntag, 29. Dezember um 10.00 Uhr, am 31. Dezember als Jahresschlussgottesdienst um 17.00 Uhr und am Neujahrstag wiederum um 10.00 Uhr. Am Sonntag, 5. Jänner sind die Gottesdienste wie gewohnt um 8.30 Uhr und um 10.00 Uhr. Gleiches gilt auch für das Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Jänner.


DREIKÖNIGSSINGEN

In den Tagen nach Neujahr werden wieder Buben und Mädchen von Haus zu Haus ziehen, um durch ihr Singen auf die Hilfsprojekte aufmerksam zu machen, die durch die Dreikönigsaktion in der Dritten Welt verwirklicht werden sollen. Ich möchte Sie bitten, den Kindern Ihre Türen und Ihr Herz zu öffnen und durch Ihre Spende beizutragen, damit auch dieses Jahr die Sammlung zu einem guten Erfolg gelange.


STERNSINGEN

Seit etlichen Jahren pflegen die Männer des Volksliedchores Grödig den alten Brauch des „Sternsingens". Am Sonntag, 5. Jänner erklingen um 19.00 Uhr in Verbindung mit einem Wortgottesdienst ihre Lieder in unserer Kirche. Ich möchte Sie herzlich zur Teilnahme an dieser Feier einladen.


Abschließend möchte ich allen Bewohnern unseres Ortes ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gutes und glückliches Neues Jahr 2014 wünschen. Mit diesen Wünschen verbinde ich den Dank an alle, die im Rahmen der Kirchengemeinschaft mitwirken und so für deren Gelingen einen Beitrag leisten. Möge dies auch im kommenden Jahr der Fall sein!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch