Weihnachtskrippe

Titelbild

St. Leonhard, den 15. Dezember 2012


WOZU FEIERN WIR NOCH WEIHNACHTEN?


In unserem alpenländischen Raum gibt es kein christliches Fest, dass sosehr von Traditionen und Bräuchen geprägt ist, wie das Weihnachtsfest. Dazu zählt bereits die Vorbereitungszeit des Advents, die zu den stimmungsvollsten Zeiten des Jahres gehört. Aber der im gesamten gesellschaftlichen Leben feststellbare Wandel in den letzten Jahrzehnten hat auch vor dieser Zeit und diesem Fest nicht Halt gemacht, ihre religiöse Bedeutung ist weitgehend verloren gegangen und doch ist es gerade sie, die den eigentlichen Grund ihres Begehens bildet. Die modernen Medien wie auch die gesamte heutige Lebenseinstellung sieht in ihnen nur mehr „Events“, ohne inneren Gehalt. Hat es da noch einen Sinn vom Geheimnis der Weihnacht zu sprechen, kann die Verkündigung der Frohbotschaft von der Geburt des Kindes zu Bethlehem, vom Kommen Gottes in unsere Welt, von der Menschwerdung des Sohnes Gottes bei den heutigen Menschen überhaupt noch ankommen, ist das nicht für die meisten unserer Zeitgenossen etwas, dem sie verständnislos gegenüberstehen? Das mag zwar in unserem unmittelbaren Umfeld noch nicht so krass der Fall sein, aber in Städten, in denen die Mehrheit der Bevölkerung nichts mehr mit einem christlichen Bekenntnis zu tun hat, ist dies sicher der Fall.

Dennoch und gerade deshalb haben wir Christen die Aufgabe, den Sinn und die Bedeutung dieses Festes jenseits von romantischer Stimmung und Rührseligkeit uns wieder bewusst zu machen. Es ist das Fest, in dem uns Gottes Liebe in seinem menschgewordenen Sohn geschenkt ist, in dem Gott unser Schicksal angenommen hat, einer von uns geworden ist und es ist das Fest, das uns auffordert, diese Liebe weiterzugeben an unsere Mitmenschen. Wobei mit „Liebe“ nicht Stimmungen und Gefühle gemeint sind, sondern eine grundlegende Einstellung gegenüber unseren Mitmenschen, eine Einstellung, die geprägt ist von Verständnis- und Hilfsbereitschaft, von der Bereitschaft, den anderen ernst zu nehmen, ihn zu respektieren und ihn anzunehmen. Es wird uns nie ganz gelingen, aber Weihnachten fordert uns auf, es immer wieder neu zu versuchen in der Welt, in der wir leben: in der Ehe und Familie, am Arbeitsplatz und in der Freizeit, wo immer wir einem Menschen begegnen, vor allem, wenn er unser Verständnis und unsere Hilfe braucht.

Wir sollen uns an Weihnachten nicht an längst vergangene Zeiten zurückerinnern, sondern das Fest als Aufforderung verstehen, das, was uns durch die Menschwerdung Jesu Christi geschenkt ist, nämlich Liebe, an unsere Mitmenschen weiterzugeben. Wir werden zwar nicht die Welt verändern können, wohl aber in unserem Umfeld das verwirklichen, was die Botschaft der Engel den Hirten verkündete: Friede den Menschen auf Erden!

Ich lade Sie ein, bei Ihrer Weihnachtsfeier zu Hause die Frohbotschaft von der Geburt unseres Herrn Jesus Christus zu lesen:

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, die gesamte Bevölkerung des römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinius Statthalter von Syrien war. Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef ging von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Behlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Frau, die schwanger war, eintragen zu lassen; er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids. Als sie dort angekommen waren, kam für sie die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar einen Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In dieser Gegend lagerten Hirten auf einem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie und es befiel sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll! Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids. Er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“ Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Schar, sie lobte Gott und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede ist auf Erden bei den Menschen seiner Huld!“

Lasset uns beten:
Herr und Gott, du hast diese hochheilige Nacht durch den Aufgang des wahren Lichtes taghell gemacht und uns mit dem Licht deines menschgewordenen Sohnes erfüllt. Wir bitten dich, laß in unseren Herzen dieses Licht erstrahlen, gib uns die Freude und den Frieden der Weihnacht. Darum bitten wir dich durch Christus Jesus, unsern Herrn und Bruder. Amen.


ELISABETHKORB

Wie jedes Jahr war die Kirchensammlung am Sonntag, 18. November, in Erinnerung an die hl. Elisabeth von Thüringen für die sozial-karitativen Tätigkeiten unserer Frauengemeinschaft bestimmt. Insgesamt kam ein Betrag von €  586.- zusammen, für den die Frauengemeinschaft allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, einen herzlichen Dank ausspricht.


BUSSGOTTESDIENST

Am Samstag, 22. Dezember feiern wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, damit wir Weihnachten im Frieden mit Gott und miteinander begehen können. Wir dürfen als Christen die Gewissheit haben, wenn wir ehrlichen Herzens Gott um Vergebung bitten, dass diese uns auch zuteil wird, ob im Beichtstuhl oder im gemeinsamen Bußgottesdienst. Das Ergebnis der Kirchensammlung kommt den Franziskanern in Salzburg zur Betreuung von Obdachlosen und Haftentlassenen zugute.


WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend ist um 16.30 Uhr der Kindergottesdienst zur Weihnacht mit der Krippenfeier und um 24.00 Uhr die Christmette. Am Weihnachtstag ist um 10.00 Uhr der Festgottesdienst. Am 26. Dezember ist um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst. Am Samstag, 29. Dezember ist um 19.00 Uhr die Vorabendmesse und am Sonntag, 30. Dezember um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst. Am 31. Dezember ist um 17.00 Uhr der Jahresschlussgottesdienst und am 1. Jänner um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst.


DREIKÖNIGSSINGEN

In den Tagen nach Neujahr werden wieder Buben und Mädchen mit der Dreikönigsaktion Menschen in der Dritten Welt helfen, damit sie ein menschenwürdiges Leben führen können. Vielen Menschen konnte auf diesem Weg aus der Not geholfen werden. Ich möchte Sie bitten, den Kindern Ihre Türen und Ihr Herz zu öffnen, damit die diesjährige Sammlung wieder erfolgreich verlaufe.


STERNSINGEN

Schon seit mehreren Jahren pflegen die Männer des Volksliedchores Grödig den alten Brauch der Sternsinger. Am 5. Jänner um 19.00 Uhr erklingen die Lieder der Sternsinger im Rahmen eines Wortgottesdienstes in unserer Kirche. Ich möchte Sie herzlich zur Teilnahme an dieser Feier einladen.


Abschließend wünsche ich allen Bewohnern unseres Ortes ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gutes und glückliches Neues Jahr! Mit diesen Wünschen verbinde ich den Dank an alle, die im Rahmen der Kirchengemeinschaft mitarbeiten und so für deren Gelingen einen Beitrag leisten. Möge dies auch im kommenden Jahr der Fall sein!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch


Kulturelle Veranstaltungen zum Adventmarkt 2012.
Webseite des Adventmarktes St. Leonhard: www.adventmarktsanktleonhard.at