Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 24. März 2012


„DIE ÖSTERLICHE DREITAGESFEIER"


Mit diesem, etwas sperrigen Begriff wird in den gottesdienstlichen Büchern das umschrieben, was für alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften den Höhepunkt im Verlauf des Kirchenjahres bildet, nämlich das Gedächtnis von Leiden, Tod und Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. In diesem Geschehen hat sich das menschliche Schicksal Jesu vollendet, das wie jedes menschliche Schicksal von der Menschwerdung an auf den Tod hin ausgerichtet war: mit dem Anfang des Lebens ist auch schon sein Ende programmiert und wir Menschen tragen zeitlebens den Todeskeim in uns. In seinem Tod hat Jesus aber die Macht des Todes gebrochen und ist zu einem neuen, unvergänglichen Leben auferstanden. Sein Sieg über den Tod, seine Auferstehung zu unvergänglichem Leben gibt uns die Gewissheit, dass auch für uns der Tod nicht das Ende, sondern das Tor zum neuen Leben ist. In vergangenen Zeiten war es sicher leichter, diese Wahrheit zu glauben als für uns und unser durch die Naturwissenschaften und ihre Erkenntnisse geprägtes Weltbild, dem sich allerdings mit wachsendem Wissen immer neue Geheimnisse auftun. Das Wort Hamlets: „Es gibt so viele Dinge unter dem Himmel, von denen du niemals auch nur geträumt hast" gilt auch heute. Und davon spricht der Glaube, dass es auch eine andere Wirklichkeit als die der Naturwissenschaften gibt. Darauf beruht auch unser Glaube an ein unvergängliches Leben, ein Glaube, der für uns Christen auf dem Glauben an die österliche Auferstehung des Herrn beruht. In diesem Glauben haben Christen durch nahezu zweitausend Jahre Trost und Zuversicht inmitten von Leid und Trauer erfahren. Am Grabdenkmal des berühmten Komponisten G. Fr. Händel in der Westminster Abbay in London stehen die Worte „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!" Händel hat sie in seinem Oratorium „Der Messias" musikalisch ausgestaltet. Es sind Worte, die auch uns Hoffnung zu geben vermögen: „Wenn Christus auferstanden ist und lebt, dann werden auch wir auferstehen und mit ihm leben!" Die Christen der Ostkirchen begrüßen einander zu Ostern mit den Worten. „Christus ist auferstanden - Ja, er ist wahrhaft auferstanden!" Diesen Gruß möchte auch ich Ihnen als Ausdruck unserer christlichen Glaubensgewissheit zurufen.

Ihr
Dr. Franz Nikolasch


CARITAS - SAMMLUNG

Im letzten Mitteilungsblatt habe ich auf die Caritas-Sammlung hingewiesen und um Ihre Spende unter Verwendung des beigefügten Zahlscheines gebeten. Ergänzend zu dieser „Haussammlung" werden die Kirchensammlungen von Ostern ebenfalls der Caritas zur Verfügung gestellt. Ich bitte Sie daher, bei diesen Sammlungen an die vielfältigen Leistungen der Caritas in unserem Land zu denken und dafür einen entsprechenden Beitrag zu leisten, denn die Caritas kann nur helfen, wenn wir ihr helfen.


MAIANDACHTEN

An den Samstagen im Monat Mai halten wir jeweils um 19.00 Uhr die Maiandachten, und zwar am 5. und 26. Mai bei der Hubertuskapelle, am 19. Mai bei der Barbarakapelle am Gutratsberg. Am 12. Mai findet um 19.00 Uhr in unserer Kirche das traditionelle Mariensingen des Volksliedchores Grödig statt.


FAMILIENFASTTAG

Die diesjährige Kirchensammlung zum „Familienfasttag" erbrachte einschließlich der Spenden für die „Fastensuppe" insgesamt € 700.- Namens der Frauengemeinschaft möchte ich allen danken, die zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben. Die Projekte der Katholischen Frauenbewegung kommen der Bildung und Ausbildung von Frauen in der Dritten Welt zugute (Alphabetisierung, Gesundheit, Ernährung, Hygiene, Medizin).


GOTTESDIENSTORDNUNG
PALMSONNTAG
Gedächtnis des Einzugs Jesu in Jerusalem
08.15 Uhr:
10.00 Uhr:
Segnung der Palmzweige am Kirchplatz - Prozession - Gemeindegottesdienst
Segnung der Zweige in der Weißkindstraße - Prozession - Kindergottesdienst
GRÜNDONNERSTAG
Gedächtnis des Abendmahls Jesu, Beginn des Ölbergleidens
19.00 Uhr: Abendmahlsgottesdienst mit Bußfeier und abschließendem Gedenken des Ölbergleidens. Das gesegnete Brot, das zum Abschluss des Gottesdienstes ausgeteilt wird, soll uns an das Mahl erinnern, das der Herr mit uns hält und an die Gemeinschaft mit ihm, die durch dieses Mahl uns geschenkt wird.
KARFREITAG
Gedächtnis des Todesleidens Jesu am Kreuz
15.00 Uhr: Karfreitagsgottesdienst mit Schriftlesungen aus dem Alten und Neuen Testament, die vom Leiden Jesu Christi berichten. Den Höhepunkt bildet die Verehrung des Kreuzes mit den Fürbitten für die gesamte Christenheit und für alle Menschen.
OSTERNACHTFEIER
Feier des Sieges Jesu Christi über den Tod
20.30 Uhr: Beginn der Feier am Kirchplatz mit Segnung des Feuers und Entzünden der Osterkerze. Einzug in die Kirche, Verkündigung des Osterlobes, Wortgottesdienst, Tauferneuerung und Eucharistiefeier. Das LICHT ist Sinnbild der Auferstehung Christi, die LESUNGEN berichten uns von den Heilstaten Gottes im Alten Bund, an Christus und an uns, die TAUFERNEUERUNG erinnert uns daran, dass wir durch die Taufe in die Schicksalsgemeinschaft mit Christus aufgenommen wurden und die Mahlfeier als Höhepunkt des Gottesdienstes ist Gedächtnis von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Abschließend findet die Segnung der Speisen statt.
SONNTAG DER AUFERSTEHUNG
10.00 Uhr: Festgottesdienst - musikalische Gestaltung: Volksliedchor Grödig. Zum Abschluss Segnung der Speisen

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest und möchte Sie ganz herzlich zur Mitfeier
dieser Gottesdienste einladen!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch