Hl. Leonhard

Titelkopf

St. Leonhard, den 25. Februar 2012


FASTENZEIT UND RAMADAN


Das Christentum und der Islam haben ihre Fastenzeiten, bei uns ist es die Vorbereitung auf das wichtigste Fest im Jahresverlauf, nämlich das Osterfest als Gedächtnis von Tod und Auferstehung Jesu Christi, im Islam ist es der Ramadan, zu dessen Abschluß der Offenbarung Gottes an Mohammed gedacht wird. Beiden, wie auch vielen anderen Religionen gemeinsam ist die Bedeutung, die dem „Fasten" zuerkannt wird im Verzicht bei der Nahrungsaufnahme, wobei sich im Islam dieses Fasten radikal auf den ganzen Tag erstreckt, während zu nächtlicher Zeit gegessen, getrunken und gefeiert wird. Die christliche Fastenzeit gilt hingegen für den gesamten Zeitraum vom Aschermittwoch bis zum Osterfest, ohne jedoch besondere Forderungen hinsichtlich des Fastens aufzustellen. Fasten ist ein Zeichen der Selbstdisziplin, der Selbstbeherrschung, dass man auf Dinge verzichtet, die nicht unbedingt zum Leben erforderlich sind, wie die verschiedenen „Genussmittel", ob Nikotin oder Alkohol oder Süßigkeiten bis hin zum „Autofasten". Einschränkungen beim Essen und Trinken tun nicht nur unserem Körper gut, sondern auch unserer Seele und unserem Geist. Sie machen uns offen und empfänglich für geistige Werte und letztlich für Gott. Ähnliche Erfahrungen finden sich in vielen Religionen vom Judentum bis zum Buddhismus und dem Hinduismus; sie zeigen, dass dies zu den Grunderfahrungen des Menschen gehört.

„Fasten" hat für uns Christen wie auch für den Islam noch eine andere Seite, nämlich Mitmenschen zu helfen, die in besonderer Weise auf Hilfe angewiesen sind, das, was man selbst besitzt, mit denen zu teilen, die nichts besitzen. Im Islam geben Reiche und Wohlhabende während des Ramadan Spenden für Arme und Notleidende und zeigen sich dadurch mit ihnen solidarisch. Auch wir Christen sind in der Fastenzeit aufgerufen, uns mit denen solidarisch zu zeigen, die auf Hilfe angewiesen sind. Unter dem Motto „Armut gibt es auch bei uns" ruft die Caritas zu Solidarität mit denen auf, die in unserer Gesellschaft am Rande stehen oder zu kurz kommen. In den Medien war in den letzten Tagen zu hören, dass allein in Österreich 20 Prozent der Bevölkerung in Armut lebt oder Armut gefährdet ist. Wir können und dürfen angesichts dieser Tatsachen nicht zur Tagesordnung übergehen, wir müssen unseren Beitrag leisten, damit diesen Menschen geholfen wird und sie in unserer Gesellschaft ein menschenwürdiges Leben führen können. So bitte ich Sie eindringlich um Ihre Hilfe und Ihren finanziellen Beitrag für die Caritas-Sammlung. Bitte benützen Sie den beigehefteten Erlagschein der Kirchengemeinschaft und helfen Sie so der Caritas bei der Unterstützung notleidender Mitmenschen in unserer Gesellschaft. Im vergangenen Jahr kam in St. Leonhard für die Frühjahrssammlung der Caritas ein Betrag von € 890.- zusammen. Wie hoch wird dieses Jahr der Betrag sein?

Eine Fastenzeit als Zeit der Besinnung und der Bereitschaft, Notleidenden zu helfen, wünscht Ihnen

Dr. Franz Nikolasch


ÖKUMENISCHER WELTGEBETSTAG

Am Freitag, 2. März findet der ökumenische Weltgebetstag der Frauen statt. Frauen aus verschiedensten christlichen Kirchen und aus allen Kontinenten begehen diesen Tag als Zeichen dafür, dass alle Christen aufgrund der Taufe miteinander verbunden sind und gemeinsam für die Glaubwürdigkeit der Botschaft Jesu Christi Verantwortung tragen. Dieses Jahr wurde der Gottesdienst von christlichen Frauen aus Malaysia zusammengestellt und hat als Thema „Laßt Gerechtigkeit walten". Wie in den vergangenen Jahren feiert die Frauengemeinschaft den Gottesdienst um 18.00 Uhr gemeinsam mit den Frauen der Pfarre Gneis und der evangelischen Pfarre Salzburg-Süd in der dortigen evangelischen Kirche (Berchtesgadener Straße, Nähe Kommunalfriedhof). Es wäre schön, wenn aus St. Leonhard viele Frauen teilnehmen könnten.


FAMILIENFASTTAG

Seit vielen Jahren wird von der katholischen Frauenbewegung Österreichs der „Familienfasttag" am Beginn der Fastenzeit durchgeführt. Sinn dieses Tages ist es, den Gegenwert einer Mahlzeit für Hilfsprojekte zur Verfügung zu stellen, die vor allem Frauen in der Dritten Welt zugute kommen. Im Mittelpunkt stehen Projekte der Bildung, Ernährung, Hygiene und Gesundheit. Wir leben im Vergleich zu diesen Frauen in einer Welt des Überflusses und Reichtums, was landet nicht alles in den Mülltonnen, wie viel wird sorglos weggeworfen. Die Fastenzeit soll uns wieder bewusst machen, dass wir Verantwortung tragen und als Christen unseren Überfluß mit denen teilen sollen, die in Not und Elend leben. Säckchen für die Spenden liegen im Vorraum der Kirche auf und werden bei den Gottesdiensten verteilt. Die Kirchensammlung am Sonntag, 4. März ist ebenfalls für diese Aktion bestimmt. Im Anschluß an die Gottesdienste wird am Kirchplatz eine „Fastensuppe" angeboten, die Spenden kommen ebenfalls der Aktion „Familienfasttag" zugute.


BIBEL FÜR ERSTKOMMUNIONKINDER

Beim Kindergottesdienst am Sonntag, 18. März um 10.00 Uhr wird den Erstkommunionkindern aus St. Leonhard eine Kinderbibel als Geschenk überreicht, sie soll die Kinder bei der Vorbereitung auf die feierliche Erstkommunion begleiten und ihnen Jesu Botschaft und sein Wirken näher bringen. Darüber hinaus berichtet die Kinderbibel von den wichtigsten Ereignissen der Heilsgeschichte des Alten Testaments, von der Missionstätigkeit der Apostel und von den Anfängen der christlichen Kirche. Es wäre schön, wenn die Eltern sich die Zeit nehmen, um den Kindern aus ihrer Bibel vorzulesen.


PFARRGEMEINDERATSWAHL

Am Sonntag, 18. März findet die Wahl zum Pfarrgemeinderat Grödig statt. Wenngleich St. Leonhard weitgehend eigenständig ist, soll durch die Entsendung in den PGR der Kontakt und die Zusammenarbeit mit der Pfarre Grödig gesichert werden. Von der Frauen- und Kirchengemeinschaft wurden als Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vorgeschlagen:

Clemens Bayer, Josef Weißkind-Straße 16/10

Renate Egginger, Josef Weißkind-Straße 20

Josef Gansberger, Josef Weißkind-Straße 8

Maria Reitinger, Gartenauer Platz 4

Wahlmöglichkeit besteht im Anschluß an die Gottesdienste am Samstag und Sonntag.


PASSIONSSINGEN

Das traditionelle „Gnigler Passionssingen" findet dieses Jahr am Samstag, 24. März um 17.00 Uhr in unserer Kirche statt. Die Lieder und Texte dieser Feier wollen uns das Geschehen von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi nahe bringen. Ich finde es sehr schade, dass in den vergangenen Jahren nur wenige aus unserer Kirchengemeinschaft zu dieser stimmungsvollen Feier gekommen sind. Ich möchte daher herzlich einladen und bitten, an dieser Feier teilzunehmen.


GLAUBENSGESPRÄCH

Am Freitag, 30. März findet im Anschluß an die Kreuzwegandacht um 19.00 Uhr das Glaubensgespräch statt, das in die Bedeutung und Entwicklung der einzelnen Feiern der Karwoche, angefangen vom Palmsonntag bis zur Osternacht einführen soll, um eine bewusstere Mitfeier dieser Tage zu ermöglichen.