Krippe

Titelbild

St. Leonhard, den 8. Dezember 2010

WOZU NOCH WEIHNACHTEN?

Es ist geradezu erschreckend, wie in den vergangenen Jahrzehnten der religiöse Sinn und die eigentliche Bedeutung von Weihnachten in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr geschwunden und heute fast ganz verschwunden sind. Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass bald dem Ramadam und dem islamischen Opferfest eine größere öffentliche Beachtung zuteil wird als dem christlichen Weihnachtsfest, das zu einer reinen Kommerzveranstaltung degradiert wird. Es klingt hart und ungerecht, aber die Entwicklung der letzten Jahre geht in diese Richtung.
Für die gläubigen Christen aller Konfessionen ist aber Weihnachten nicht nur ein stimmungsvolles romantisches Erlebnis und erst recht nicht ein rein kommerzielles Ereignis, sondern in erster Linie das Gedächtnis jenes Geschehens, das der Welt eine entscheidende Veränderung gebracht hat. Nicht umsonst geht unsere Zeitrechnung von diesem Ereignis, der Geburt Jesu Christi, aus. An Weihnachten denken wir daran, dass Gott in seinem Sohn in unsere Welt eingetreten, einer von uns geworden ist. In vielen Religionen gibt es Berichte von göttlichen Wesen, die menschliche Gestalt angenommen haben, aber unser christlicher Glaube bekennt, dass Gott wirklich Mensch geworden ist und unser Schicksal angenommen hat bis hin zum Leiden und dem Tod. Weihnachten sagt uns, dass der Mensch nicht sich selbst überlassen und verlassen ist, sondern von Gott angenommen und in Gott geborgen ist. In diesem Glauben haben Menschen immer wieder Trost und Zuversicht gefunden, denn hinter diesem Ereignis der Weihnacht steht Gottes Liebe zu uns Menschen, wie uns die Hl. Schrift sagt: „Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn für sie hingegeben hat" (Jo 3,16). Diese Liebe Gottes, die uns in seinem menschgewordenen Sohn geschenkt ist, ist aber für uns Auftrag und Vermächtnis: „Wenn Gott uns sosehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben" (1 Jo 4,11). Christsein bedeutet, sich dem Gebot der Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen verpflichtet zu wissen: „Wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht" (1 Jo 4,20). In der Liebe gegenüber den Mitmenschen verwirklicht sich die Liebe zu Gott! Das ist der Auftrag, der sich für uns Christen aus der Feier von Weihnachten ergibt.


Ich lade Sie ein, bei Ihrer Weihnachtsfeier zu Hause die Frohbotschaft von der Geburt des Herrn Jesus Christus zu lesen:

In jenen Tagen erließ Kaiser August den Befehl, die gesamte Bevölkerung des römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinus Statthalter von Syrien war. Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef ging von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Frau, die schwanger war, eintragen zu lassen; er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids. Als sie dort angekommen waren, kam für sie die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar einen Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In dieser Gegend lagerten Hirten auf einem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie und es befiel sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll! Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids: Er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt." Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Schar, sie lobte Gott und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede ist auf Erden bei den Menschen seiner Huld!"

Lasset uns beten:

Herr und Gott, du hast diese hochheilige Nacht durch den Aufgang des wahren Lichtes taghell gemacht und uns mit dem Licht deines menschgewordenen Sohnes erfüllt. Wir bitten dich, laß in unseren Herzen dieses Licht erstrahlen, gib uns die Freude und den Frieden der Weihnacht. Darum bitten wir dich durch Christus Jesus, unsern Herrn und Bruder. Amen

ELISABETHKORB

Wie jedes Jahr war die Kirchensammlung am Sonntag, 21. November in Erinnerung an die heilige Elisabeth von Thüringen, deren Fest am 19. November begangen wird und die sich besonders der Kranken, Armen und Notleidenden angenommen hat, für die sozial-karitativen Tätigkeiten unserer Frauengemeinschaft bestimmt. Insgesamt kam ein Betrag von € 452,43 zusammen, für den die Frauengemeinschaft allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, einen herzlichen Dank ausspricht. Neben der Hilfe und Betreuung von Mitmenschen in unserem Umfeld hat die Frauengemeinschaft die Patenschaft für ein Waisenkind im Libanon übernommen, für das jährlich ein Betrag von € 480.- aufgebracht wird, um seine schulische Ausbildung zu gewährleisten. Daneben wird auch eine Hilfsgemeinschaft für Aussätzige finanziell unterstützt.

BUSSGOTTESDIENST

Am Donnerstag, dem 23. Dezember feiern wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, damit wir Weihnachten im Frieden mit Gott und im Frieden miteinander begehen können. Wir dürfen als Christen die Gewissheit haben, wenn wir ehrlichen Herzens Gott um Vergebung bitten, ob im Beichtstuhl oder im gemeinsamen Bußgottesdienst, dann wird uns auch diese Vergebung zuteil.
Das Ergebnis der Kirchensammlung bei diesem Gottesdienst kommt den Franziskanern in Salzburg zur Betreuung von Obdachlosen und Haftentlassenen zugute.

WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend findet um 16.30 Uhr der Kindergottesdienst statt. Im Verlauf dieses Gottesdienstes können die Kinder die Krippenfiguren aufstellen und die Krippe „einräumen". Anschließend findet das Weihnachtsblasen der Marktmusikkapelle Grödig am Friedhof statt. Ab 23.30 Uhr erfolgt das Weihnachtsschießen der St. Leonharder Weihnachtsschützen und um 24.00 Uhr feiern wir die Christmette, die vom Untersberger Singkreis musikalisch gestaltet wird.
Am Christtag ist um 10.00 Uhr der Festgottesdienst; der Gemeindegottesdienst am Stefanitag um 10.00 Uhr wird vom Grödiger Kirchenchor musikalisch gestaltet. Am Freitag, 31. Dezember ist um 17.00 Uhr der Jahresschlussgottesdienst. Am Neujahrstag und am 2. Jänner ist jeweils um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst. Am Fest der Erscheinung des Herrn, dem 6. Jänner sind die Gottesdienste wieder um 8.30 Uhr und um 10.00 Uhr.

DREIKÖNIGSSINGEN

In den Tagen nach Neujahr werden wieder Buben und Mädchen sich in die Rolle der Dreikönige versetzen, die nach dem Bericht der Hl. Schrift aus weiter Ferne nach Jerusalem kamen, um den neugeborenen König der Juden mit ihren Gaben von Gold, Weihrauch und Myrrhe zu verehren. Sie fanden das Kind in Bethlehem und kehrten auf Geheiß eines Engels auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurück. Die Kinder wollen mit der Dreikönigsaktion Menschen in der Dritten Welt helfen, damit sie dann sich selbst helfen können, also Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Ich möchte Sie alle bitten, den Kindern ihre Türen und ihr Herz zu öffnen, damit die diesjährigen Sammlung wieder erfolgreich verlaufe.

STERNSINGEN

Schon seit mehreren Jahren pflegen die Männer des Volksliedchores Grödig den alten Brauch der Sternsinger. Lieder, die seit langen Zeiten in Heiligblut gesungen wurden, künden vom weihnachtlichen Geheimnis. Am 5. Jänner um 19.00 Uhr erklingen diese Lieder im Rahmen eines Wortgottesdienstes in unserer Kirche. Ich möchte zur Teilnahme sehr herzlich einladen und hoffe, dass mehr Bewohner unseres Ortes als in den vergangenen Jahren diese Einladung annehmen.


Abschließend wünsche ich allen Bewohnern unseres Ortes ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gutes und glückliches Neues Jahr! Mit diesen Wünschen verbinde ich den Dank an alle, die im Rahmen der Kirchengemeinschaft mitarbeiten und so für deren Gelingen einen Beitrag leisten. Möge dies auch im kommenden Jahr der Fall sein!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch


Kulturelle Veranstaltungen zum Adventmarkt 2010
So kommen Sie direkt zur Webseite des Adventmarktes: www.adventmarktsanktleonhard.at