Weihnachtskrippe

St. Leonhard, den 8. Dezember 2009

HAT WEIHNACHTEN NOCH EINEN SINN?

Würde man allen Ernstes diese Frage stellen, so wären einem empörte Reaktionen von Seiten der Tourismusbranche wie auch des Handels und der Wirtschaft sicher, für die Weihnachen zweifelsohne zu den umsatzstärksten Zeiten des Jahres zählt. Fragt man aber nach der eigentlichen Bedeutung dieses Festes, dann hat es weitgehend seine Sinnhaftigkeit verloren und wird von einer, dem christlichen Glauben entfremdeten Gesellschaft, für die nur mehr materielle Werte zählen, als Märchen aus längst vergangenen Zeiten abgetan.
Für gläubige Christen aller Konfessionen ist Weihnachten entsprechend dem Zeugnis der Heiligen Schrift das Fest des Kommens Gottes in unsere Welt, eines Gottes, der in seinem Sohn unser menschliches Schicksal angenommen hat, damit wir durch die Gemeinschaft mit ihm am göttlichen Leben Anteil erlangen, wie es eines der Gebete am Weihnachtsfest formuliert. Inmitten einer Welt, in der anscheinend nur mehr das zählt, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen und mit unserem Verstand begreifen können, fällt es schwer, diese Botschaft zu begreifen, mit deren Inhalt aber unser christlicher Glaube steht und fällt. Der Glaube, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, unterscheidet den christlichen Glauben von allen anderen Religionen und gibt ihm seine besondere Bedeutung. In den verschiedensten Religionen wird davon gesprochen, dass göttliche Wesen menschliche Gestalt angenommen haben, aber nur der christliche Glaube bekennt, dass Gott wirklich Mensch geworden ist, unser Schicksal zu seinem Schicksal gemacht hat und alles mit uns geteilt hat bis hin zum Leiden und dem Tod. Die Botschaft der Weihnacht sagt uns, dass der Mensch nicht sich selbst überlassen und verlassen ist, sondern dass er von Gott angenommen und in Gott geborgen ist, was immer auch kommen mag. In diesem Glauben haben Menschen immer wieder Trost und Zuversicht gefunden. Für viele mögen solche Worte leere Floskeln sein, nicht jedoch für den Glaubenden, der um Gottes Liebe zu uns Menschen weiß und für den Weihnachten die Offenbarung dieser Liebe ist: „Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn für sie hingab“ heißt es im Johannesevangelium. Diese Liebe Gottes, die in seinem Sohn uns geschenkt wird, ist Auftrag und Vermächtnis für uns, dass wir aus ihr leben und sie an unsere Mitmenschen weitergeben. Sinn des Weihnachtsfests ist es, darum zu wissen, dass Gottes Sohn um unseretwillen Mensch geworden ist, dass sich darin Gottes Liebe zu uns offenbart und wir diese Liebe an unsere Mitmenschen weiterzugeben haben, indem wir mit ihnen im Frieden leben. So wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest!

Ich lade Sie ein, bei Ihrer Weihnachtsfeier zu Hause die Frohbotschaft von der Geburt des Herrn Jesus Christus zu lesen:
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, die gesamte Bevölkerung des römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinus Statthalter von Syrien war. Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef ging von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Frau, die schwanger war, eintragen zu lassen; er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids. Als sie dort angekommen waren, kam für sie die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar einen Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In dieser Gegend lagerten Hirten auf einem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie und es befiel sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll! Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids: Er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt“. Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Schar, sie lobte Gott und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede ist auf Erden bei den Menschen seiner Huld!“
Lasset uns beten:
Herr und Gott, du hast diese hochheilige Nacht durch den Aufgang des wahren Lichtes taghell gemacht und uns mit dem Licht deines menschgewordenen Sohnes erfüllt. Wir bitten dich, laß in unseren Herzen dieses Licht erstrahlen, gib uns die Freude und den Frieden der Weihnacht. Darum bitten wir dich durch Christus Jesus, unsern Herrn und Bruder. Amen

ELISABETHKORB

Wie jede Jahr war die Kirchensammlung am Sonntag 22. November in Erinnerung an die heilige Elisabeth von Thüringen, deren Fest am 19. November begangen wird und die sich besonders der Kranken, Armen und Notleidenden angenommen hat, für die sozial-karitativen Tätigkeiten unserer Frauengemeinschaft bestimmt. Insgesamt kam ein Betrag von € 464.- zusammen, für den die Frauengemeinschaft allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, einen herzlichen Dank ausspricht. Neben der Hilfe und Betreuung von Mitmenschen in unserem Umfeld hat die Frauengemeinschaft die Patenschaft für ein Waisenkind im Libanon übernommen, für das jährlich ein Betrag von € 480.- aufgebracht wird, um die schulische Ausbildung dieses Kindes zu gewährleisten. Daneben wird auch eine Aussätzigenhilfe unterstützt.

BUSSGOTTESDIENST

Am Mittwoch, dem 23. Dezember feiern wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, damit wir Weihnachten im Frieden mit Gott und im Frieden miteinander begehen können. Wir dürfen als Christen die Gewissheit haben, wenn wir ehrlichen Herzens Gott um Vergebung bitten, ob im Beichtstuhl oder im gemeinsamen Bußgottesdienst, dann wird uns auch diese Vergebung zuteil.
Das Ergebnis der Kirchensammlung bei diesem Gottesdienst kommt den Franziskanern in Salzburg zur Betreuung von Obdachlosen und Haftentlassenen zugute.

WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend findet um 16.30 Uhr der Kindergottesdienst statt, der von Kindern selbst gestaltet wird. Im Verlauf dieses Gottesdienstes können die Kinder die Krippenfiguren aufstellen und die Krippe „einräumen“. Anschließend findet das Weihnachtsblasen der Marktmusikkapelle Grödig am Friedhof statt. Ab 23.30 Uhr erfolgt das Weihnachtsschießen der St. Leonharder Weihnachtsschützen und um 24.00 Uhr feiern wir die Christmette, die vom Untersberger Singkreis musikalisch gestaltet wird.
Am Christtag ist um 10.00 Uhr der Festgottesdienst: der Gemeindegottesdienst am Stefanitag um 10.00 Uhr wird vom Grödiger Kirchenchor musikalisch gestaltet. Am Sonntag, dem 27. Dezember wie auch am Neujahrsfest und am Sonntag, 3. Jänner ist jeweils nur um 10.00 Uhr der Gemeindegottesdienst.
Der Jahresschlußgottesdienst findet am Donnerstag, 31. Dezember um 17.00 Uhr statt.
Am 5. Jänner werden um 19.00 Uhr im Rahmen eines Wortgottesdienstes die Sternsinger des Volksliedchores Grödig ihre Lieder vortragen. Am 6. Jänner, dem Fest der Erscheinung des Herrn, sind die Gottesdienste wieder um 8.30 Uhr und um 10.00 Uhr.
In den ersten Tagen des Neuen Jahres werden Kinder als Sternsinger unterwegs sein, ihre Lieder singen und um Spenden für Entwicklungsprojekte in der Dritten Welt bitten.

Abschließend wünsche ich allen Bewohnern unseres Ortes ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gutes und glückliches Neues Jahr! Mit diesen Wünschen verbinde ich den Dank an alle, die im Rahmen der Kirchengemeinschaft mitarbeiten und so für die Zusammenarbeit ihren Beitrag leisten. Möge dies auch im kommenden Jahr der Fall sein!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch

Kulturelle Veranstaltungen zum Adventmarkt 2009
So kommen Sie direkt zur Webseite des Adventmarktes: www.adventmarktsanktleonhard.at