Hl. Leonhard

St. Leonhard, den 21. März 2009

DER TOD UND WAS DANN?

Mit der Wirklichkeit des Todes werden wir in unserem Leben ständig konfrontiert: ein Blick in die Zeitungen, die Meldungen in Rundfunk und Fernsehen, sie berichten uns vom Tod mehr oder weniger bekannter Persönlichkeiten und auch in unserem persönlichen Umfeld ist der Tod präsent, er macht nicht Halt vor Menschen, die uns nahe stehen, ja wir selbst wissen, dass jeder Tag und jede Stunde des Lebens uns dem Ende unserer irdischen Existenz näher bringen. In einem alten Lied heißt es: „mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben“ und ein bekannter Ausspruch, der dem Kaiser Maximilian I. zugeschrieben wird, sagt „Du weißt nicht wann, du weißt nicht wo, du weißt nicht wie, du weißt nur, dass du sterben wirst!“
Man kann dieser unausweichlichen Wirklichkeit verschieden begegnen, entweder dass man sie einfach verdrängt oder dass man sie mit einem Fatalismus zur Kenntnis nimmt, wie eben alles Leben in dieser Welt endlich und begrenzt ist, so ist es auch beim Menschen und mit dem Tod ist dann alles vorbei, oder aber man vertraut auf das, was Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen erhofft und erahnt haben, nämlich dass der Mensch über den Tod hinaus eine Zukunft hat. Diese Ahnung und Hoffnung, die uns in allen Religionen begegnet, hat Jesus Christus uns zur Gewissheit gemacht, zum einen durch seine Botschaft: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, zum andern durch sein eigenes Schicksal: Er hat als Mensch gelebt wie wir alle leben, er ist gestorben, wie wir alle sterben müssen, er hat aber den Tod überwunden und ist zum Leben auferstanden. Sein Wort und sein Schicksal geben uns die Gewissheit und Zuversicht, dass auch wir an seinem Sieg über den Tod teilhaben werden. In der österlichen Feier von Tod und Auferstehung des Herrn gedenken wir seines Schicksals, gedenken wir aber auch seiner Zusage und Verheißung, wer mit ihm stirbt, wird auch mit ihm leben.
Wir leben heute in einer Zeit, die vom naturwissenschaftlichen Denken geprägt ist. Wirklichkeit und Wahrheit ist für viele Menschen nur das, was auch mit naturwissenschaftlichen Methoden erkennbar und nachweisbar ist. Gott spielt in diesem Denken keine Rolle, an seine Stelle ist der Zufall getreten. Bei aller Berechtigung des naturwissenschaftlichen Denkens zur Erklärung der bestehenden Welt und ihrer Wirklichkeit, darf man jedoch nicht vergessen, dass auch den Naturwissenschaften Grenzen gesetzt sind. Sie können zwar die Entwicklung der bestehenden materiellen Wirklichkeit erklären, nicht jedoch eine Antwort auf die Frage geben, warum diese Wirklichkeit existiert, was vor dem Urknall war und woraus sich diese Wirklichkeit entwickelt hat. Genauso wenig können sie eine Antwort auf die Frage geben, was das Ziel des menschlichen Lebens und was die Wirklichkeit geistiger Existenz jenseits der Dimensionen von Raum und Zeit ist. Hier setzen die Religionen ein, die im Verweis auf eine göttliche Wirklichkeit als Ursprung und Ziel alles endlichen Seins diese letzten Fragen beantworten. Dieser Gott hat in Jesus Christus unser Schicksal angenommen, damit wir an der Wirklichkeit Gottes Teilhabe erlangen. Wenn wir an diesen Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen glauben, dann sind wir nicht Menschen von gestern und vorgestern, die noch nicht am heutigen Stand des Wissens angekommen sind, sondern wir sind Menschen, die um die Begrenztheit aller menschlichen Erkenntnis und damit auch des naturwissenschaftlichen Denkens wissen und darauf vertrauen, dass der Glaube an die Botschaft Jesu Christi und an seinen Sieg über den Tod unserem Leben Sinn und Ziel gibt. In dieser Gewissheit feiern wir Christen Ostern als das Gedächtnis auch unserer Zukunft über den Tod hinaus.


FAMILIENFASTTAG

Dieses Jahr erbrachte die Kirchensammlung zum Familienfasttag einen Betrag von € 516.- Ich möchte allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, von Herzen danken. Dadurch können Projekte der Katholischen Frauenbewegung in der Dritten Welt verwirklicht werden, die Menschen helfen, menschenwürdiger zu leben.

CARITAS – HAUSSAMLUNG

Dem letzten Mittelungsblatt war ein Erlagschein beigeheftet mit der Bitte um eine finanzielle Unterstützung der Caritas bei der Erfüllung ihrer sozialen Aufgaben, die eine breite Palette umfassen, angefangen von Kindergärten bis hin zu Senioren- und Pflegeheimen. Ich bitte Sie sehr herzlich um Ihre Mithilfe. Die Kirchensammlung am Palmsonntag ist ebenfalls für die Caritas bestimmt.

GNIGLER PASSIONSSINGEN

Am Samstag, 28. März findet um 17.00 Uhr das traditionelle Gnigler Passionssingen in unserer Kirche statt. Es sind immer wieder berührende Lieder, Weisen und Texte, die uns das Passionsgeschehen nahe bringen. Ich lade Sie sehr herzlich zur Teilnahme an dieser Feierstunde ein. Die Spenden kommen der „Aktion Leben“ zugute, die sich um alleinstehende werdende Mütter kümmert und ihnen in ihrer schwierigen Situation zur Seite steht.

GLAUBENSGESPRÄCH

Zur Vorbereitung auf die Feiern der Karwoche, angefangen vom Palmsonntag bis zur Osternacht, findet am Freitag, 3. April nach der Kreuzwegandacht, also etwa um 19.30 Uhr eine Einführung in die geschichtliche Entwicklung dieser Feiern sowie in ihren Sinn und ihre Bedeutung statt, um diese Feiern mit größerem Verständnis begehen zu können.

G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

PALMSONNTAG - Gedächtnis des Einzugs Jesu in Jerusalem
08.15 Uhr: Segnung der Palmzweige am Kirchplatz – Prozession – Gemeindegottesdienst
10.00 Uhr: Segnung der Zweige in der Weißkindstraße – Prozession – Kindergottesdienst
 
GRÜNDONNERSTAG - Gedächtnis des Abendmahls, Beginn des Ölbergleidens Jesu
19.00 Uhr: Abendmahlsgottesdienst mit Bußfeier und abschließendem Gedenken des Ölbergleidens. Das gesegnete Brot, das zum Abschluss des Gottesdienstes ausgeteilt wird, soll uns an das Mahl erinnern, das der Herr mit uns hält und an die Gemeinschaft mit ihm, die durch dieses Mahl uns geschenkt wird.
 
KARFREITAG - Gedächtnis des Todesleidens Jesu am Kreuz
15.00 Uhr: Karfreitagsgottesdienst mit Schriftlesungen aus dem Alten und Neuen Testament, die vom Leiden Jesu Christi berichten. Den Höhepunkt bildet die Verehrung des Kreuzes mit den Fürbitten für die gesamte Christenheit und für alle Menschen.
 
OSTERNACHTFEIER - Feier des Sieges Jesu Christi über den Tod
20.30 Uhr: Beginn der Feier am Kirchplatz mit Segnung des Feuers und Entzünden der Osterkerze. Einzug in die Kirche, Verkündigung des Osterlobes, Wortgottesdienst, Tauferneuerung und Eucharistiefeier. Das LICHT ist Sinnbild der Auferstehung Christi, die LESUNGEN berichten uns von den Heilstaten Gottes im Alten Bund, an Christus und an uns. Die TAUFERNEUERUNG erinnert uns daran, dass wir durch die Taufe in die Schicksalsgemeinschaft Jesu Christi aufgenommen wurden und die MAHLFEIER als Höhepunkt des Gottesdienstes ist Gedächtnis von Tod und Auferstehung des Herrn. Abschließend findet die Segnung der Speisen statt.
 
SONNTAG DER AUFERSTEHUNG
10.00 Uhr: Festgottesdienst – musikalische Gestaltung: Volksliedchor Grödig. Zum Abschluß Segnung der Speisen.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest und möchte Sie ganz herzlich zur Mitfeier dieser Gottesdienste einladen!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch