St. Leonhard, den 2. März 2008

ER IST AUFERSTANDEN – ER LEBT!

Einige aus unserer Kirchengemeinschaft haben an der Israel-Reise teilgenommen. An vielen Orten Galiläas, am See Genesareth und schließlich in Jerusalem und Bethlehem waren wir an Orten, die mit dem Gedächtnis des Lebens, des Wirkens und des Sterbens Jesu Christi engstens verbunden sind. Wer diese Orte erlebt hat, liest die Texte der Heiligen Schrift mit anderen Augen. Ob sich aber ein Ereignis gerade an diesem Ort oder im näheren oder weiteren Umfeld zugetragen hat, ist belanglos. Die Landschaft, die Hügel und Ebenen, der See Genesareth und der Jordan sind gleich wie eh und je; es ist die Landschaft, die Jesus gesehen und durchwandert hat und wenn in Jerusalem seit frühesten Zeiten die Stätten des Todes Jesu, Golgotha, und seines Sieges über den Tod, die Anastasis, verehrt werden, dann begegnet man dort dem Glauben von Menschen über einen Zeitraum von nahezu zweitausend Jahren. Einem Glauben an den Zimmermannssohn aus Nazareth, in dem Gott selbst unser Schicksal angenommen hat und der zu einem unvergänglichen Leben auferstanden ist. Sicher sind die Eindrücke, die man auf Golgotha und am Grab des Herrn erfährt, zwiespältig und Manches, was sich dort abspielt, hat mit Glaube oder Frömmigkeit nicht viel zu tun. Entscheidend aber ist, dass es sich um Stätten handelt, die uns nicht nur an längst vergangenen Ereignisse erinnern, sondern diese in uns lebendig werden lassen. Das ist auch der Sinn der österlichen Feiern, angefangen vom Palmsonntag bis zum Auferstehungstag: im Gedächtnis erleben wir das Schicksal Jesu Christi, das im Sieg über den Tod seine Vollendung fand, ein Schicksal, an dem auch wir durch die Taufe Anteil erlangen, wie er Apostel Paulus uns bewusst macht: „In der Taufe sterben wir mit Christus, werden wir mit ihm begraben, werden wir aber auch mit ihm zum Leben auferweckt!“ 

CARITAS-HAUSSAMMLUNG
Jedes Jahr bittet die Caritas Salzburg um eine finanzielle Unterstützung für die vielfältigen sozialen Aufgaben, die eine breite Palette umfassen, angefangen von Kindergärten bis hin zu Senioren- und Pflegeheimen. Ich bitte Sie um Ihre Mithilfe, soweit es Ihnen möglich ist. Sie erhalten von allen Seiten Bittschreiben, oft weiß man aber nicht, wo das Geld landet. Bei der Caritas ist es nicht so, denn ihre Einrichtungen begegnen uns an vielen Orten, sodass man genau weiß, dass die Spenden bestens verwendet werden. Bitte, verwenden Sie den beigehefteten Erlagschein für Ihre Hilfe an die Caritas, damit diese helfen kann!

GNIGLER PASSIONSSINGEN
Am Samstag, 15. März findet um 17.00 Uhr das traditionelle Gnigler Passionssingen in unserer Kirche statt. Es sind immer wieder berührende Lieder, Weisen und Texte, die uns das Passionsgeschehen nahe bringen. Ich lade Sie sehr herzlich zur Teilnahme an dieser Feierstunde ein. Die Spenden kommen der „Aktion Leben“ zugute, die sich um alleinstehende werdende Mütter kümmert und ihnen in ihrer schwierigen Situation zur Seite steht.

GLAUBENSGESPRÄCH
Zur Vorbereitung auf die Feiern der Karwoche, angefangen vom Palmsonntag bis zur Osternacht, findet am Freitag, 14. März im Anschluß an die Kreuzwegandacht (um ca. 19.00 Uhr) eine Einführung in die geschichtliche Entwicklung dieser Feiern sowie in ihren Sinn und ihre Bedeutung statt, damit man bewusster und mit größerem Verständnis sie begehen kann.


GOTTESDIENSTORDNUNG DER ÖSTERLICHEN WOCHE

PALMSONNTAG
Gedächtnis des Einzugs Jesu in Jerusalem

08.15 Uhr: Segnung der Palmzweige am Kirchplatz – Prozession –Gemeindegottesdienst
10.00 Uhr: Segnung der Palmzweige in der Weißkindstraße – Prozession – Kindergottes-dienst

GRÜNDONNERSTAG
Gedächtnis des Abendmahls Jesu, Beginn des Ölbergleidens

19.00 Uhr: Abendmahlsgottesdienst mit Bußfeier und abschließendem Gedenken des Ölbergleidens. Das gesegnete Brot, das zum Abschluss des Gottesdienstes ausgeteilt wird, soll uns an das Mahl erinnern, das der Herr mit uns hält und an die Gemeinschaft mit ihm, die durch dieses Mahl uns geschenkt wird.

KARFREITAG
Gedächtnis des Todesleidens Jesu am Kreuz

15.00 Uhr: Karfreitagsgottesdienst mit Schriftlesungen aus dem Alten und Neuen Testament, die vom Leiden Jesu Christi berichten. Den Höhepunkt bildet die Verehrung des Kreuzes mit den Fürbitten für die gesamte Christenheit und für alle Menschen aller Religionen.

OSTERNACHTFEIER
Feier des Sieges Jesu Christi über den Tod

20.30 Uhr: Beginn der Feier am Kirchplatz mit Segnung des Feuers und Entzünden der Osterkerze. Einzug in die Kirche, Verkündigung des Osterlobes, Wortgottesdienst, Tauferneuerung und Eucharistiefeier. Das LICHT ist Sinnbild der Auferstehung Christi, die LESUNGEN berichten uns von den Heilstaten Gottes im Alten Bund, an Christus und an uns, die TAUFERNEUERUNG erinnert uns daran, dass wir durch die Taufe in die Schicksalsgemeinschaft mit Christus aufgenommen wurden und die MAHLFEIER als Höhepunkt des Gottesdienstes ist Gedächtnis von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Abschließend findet die Segnung der Speisen statt.

SONNTAG DER AUFERSTEHUNG

10.00 Uhr: Festgottesdienst – musikalische Gestaltung: Volksliedchor Grödig. Zum Abschluss Segnung der Speisen 

Ich wünsche Ihnen allein ein gesegnetes Osterfest und möchte Sie ganz herzlich zur Mitfeier der Gottesdienste einladen!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch