St. Leonhard, den 18. Jänner 2008

Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft und Bewohner von St. Leonhard!

Wie in den vergangenen Jahren möchten wir Ihnen auch dieses Jahr den Finanzbericht für das vergangene Jahr 2007 bekannt geben. Da die Gelder der Kirchengemeinschaft fast ausschließlich durch die Sammlungen bei den Gottesdiensten oder bei anderen Anlässen sowie durch Spenden zustande kommen, fühlen wir uns verpflichtet, allen, die einen Beitrag geleistet haben, wie auch allen Bewohnern unseres Ortes über die Verwendung dieser Gelder Rechenschaft zu geben.

An baulichen Maßnahmen war wenig erforderlich, da sich alle Gebäude in einem guten Zustand befinden. Ins Gewicht fiel die Reparatur einiger Kirchenfenster sowie die Restau-rierung der Krippe, die von Herrn Rupert Beran mit großem Enthusiasmus durchgeführt wurde, handelt es sich doch um das Werk des bekannten Krippenbauers Xandl Schläffer aus Saalfelden, der sie vermutlich vor rund 70 Jahren gefertigt hat. 
Ein Hauptaugenmerk galt im vergangenen Jahr wiederum der Unterstützung von karitativen und sozialen Aufgaben, für die nahezu € 7.000.- aufgewendet wurden Wir dürfen uns nicht damit zufrieden geben, dass es uns gut geht, sondern wir haben auch Verantwortung für unsere Mitmenschen, besonders für jene, die in Not sind. Sicher gibt es staatliche Institutio-nen, die verschiedene Hilfsprojekte durchführen und Entwicklungshilfe leisten, aber wir haben als Gemeinschaft von Christen auch die Aufgabe, uns für Randgruppen der Bevölkerung und für Notleidende in aller Welt einzusetzen, eingedenk des Wortes Christi, was wir dem geringsten Mitmenschen getan haben, haben wir ihm getan!

Ein besonderer Schwerpunkt ist nach wie vor der Adventmarkt zugunsten der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen. Wir können auch dieses Jahr wieder mit einem Reinertrag von € 80.000.- bis € 90.000.- rechnen. Es sind viele Mitglieder der Kirchengemeinschaft, die sich für diesen Adventmarkt engagieren und das durch viele Jahre ehrenamtlich und unentgeltlich. Ihnen allen sei herzlichst für ihren Einsatz gedankt. Man wird nicht viele Gemeinschaften finden, in denen soviel Bereitschaft zur Hilfe vorhanden ist.

Wenn darüber hinaus auch Hilfsprojekte in der Dritten Welt unterstützt wurden, so ist dies ein Zeichen dafür, dass wir über den eigenen Kirchturm hinauszublicken bereit sind. Man hört zwar immer wieder die Ausrede, dass man ja nicht wisse, wo die Gelder landen, ein Vorwurf, der vielleicht bei dem einen oder anderen zwielichtigen Verein berechtigt sein mag, aber die Gelder, die wir aufbringen, landen bei Institutionen, von denen wir die Gewissheit haben, dass die Hilfe dort ankommt, wie sie gebraucht wird . 
Ich möchte Sie daher bitten, auch dieses Jahr wieder mitzuhelfen, dass Not und Elend in der Welt gelindert werden. Zugleich möchte ich alle Katholiken einladen, am Leben unserer Kirchengemeinschaft teilzunehmen. Die Entwicklung geht leider in die gegenteilige Richtung, dass die Zahl der die Gottesdienste Mitfeiernden immer geringer wird. Alle, die den Kontakt mit der Kirchengemeinschaft verloren haben, möchte ich sagen, dass der christliche Glaube unserem Leben Sinn und Ziel zu geben vermag. Die wachsende Verrohung unserer Gesellschaft ist nicht zuletzt eine Folge des Glaubensverlustes.
Ihnen allen wünsche ich ein gutes und friedvolles Neues Jahr 2008.

Ihr
Dr. Franz Nikolasch