St. Leonhard, den 18. November 2007

ADVENT IN ST. LEONHARD
In wenigen Tagen beginnt der Advent und damit einer der Höhepunkte im Jahresverlauf für unsere Kirchengemeinschaft. Im Jahre 1973 begann unser Adventmarkt und wir waren damals allein auf weiter Flur. Die Zeiten haben sich geändert und Adventmärkte gibt es nahezu in jedem Ort und in der Stadt Salzburg an allen nur denkbaren Plätzen. Dennoch genießt unser Adventmarkt einen besonderen Ruf und zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher von nah und fern an. Was das Besondere unseres Adventmarktes ausmacht und ihn von nahezu allen anderen abhebt, ist einerseits das Angebot an verschiedensten Produkten des Kunsthandwerkes; es gibt bei uns keinen Kitsch und keinen Ramsch und vielfach sind es Produkte, die es sonst im Salzburger Raum kaum gibt, denn sie kommen aus den verschiedensten Regionen Österreichs, aber auch aus Italien und Ungarn. Was unseren Advent noch besonders prägt, sind die Festgottesdienste und adventlichen Feiern in unserer Kirche, wo Chöre, Singgruppen, Sprecher und Musikanten oft von weither sich zusammenfinden und alle unentgeltlich mitwirken. Dasselbe gilt ja auch für alle Mitwirkenden in den Verkaufsständen und im gesamten Umfeld des Adventmarktes. Viele Besucher sind erstaunt, dass dies so ist und niemand für seinen Einsatz und für alle Mühen auch nur einen Cent bekommt, sondern dass wirklich der gesamte Erlös wie auch die Spenden bei den Veranstaltungen in der Kirche der Lebenshilfe Salzburg für Menschen mit Behinderungen zugute kommt. Im vergangenen Jahr ergab dies einen Betrag von

€ 88.000.-

Viele Einrichtungen der Lebenshilfe Salzburg konnten im Verlauf dieser 34 Jahre unterstützt und gefördert werden, ob es sich um Werkstätten oder Wohnheime, Therapiezentren oder Kindergärten handelte. Ich glaube, dass dieser ehrenamtliche und unentgeltliche Einsatz zugunsten der Lebenshilfe voll und ganz dem Geist des Advents entspricht, der nicht nur eine stimmungsvolle Vorbereitung auf Weihnachten sein will, sondern uns an unsere Verantwortung erinnert, die wir füreinander, aber ganz besonders für die Schwachen und Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft tragen. Die Mahnung Johannes des Täufers, das, was wir haben, mit denen zu teilen, die nichts haben, und das Beispiel Jesu Christi, „der um unseretwillen seine göttliche Herrlichkeit preisgab und in unsere menschliche Ohnmacht eintrat“ wie es in einem frühchristlichen Hymnus heißt, sollen für unser Leben und Verhalten Richtschnur sein.
Ich danke allen, die zum Gelingen des Advents in St. Leonhard beitragen, für ihren Einsatz und ihre Mühen und möchte alle Bewohner unseres Ortes zum Besuch des Marktes wie auch zur Mitfeier der Festgottesdienste und Adventfeiern in der Kirche herzlich einladen. Ich hoffe, dass sich jüngere Menschen finden, die bereit sind zur Mithilfe, damit auch in den kommenden Jahren der Advent in St. Leonhard seinen unverwechselbaren Charakter bewahren kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen besinnlichen Advent!

Ihr Dr. Franz Nikolasch

HERBERGSUCHE
Zu den alten Bräuchen im Advent zählt auch die sogenannte Herbergsuche, eine besinnliche Aventandacht im Kreise der Familie und Freunde. Es tut ganz gut, einmal einen Abend ohne den Fernseher (den modernen Hausaltar) zu verbringen. Wer daran teilnehmen will und die Marienstatue aus der Kirche mitnehmen will, ist herzlich eingeladen. Die Liste für die Eintragung liegt in der Sakristei auf.

BUSSGOTTESDIENST 
Wie jedes Jahr begehen wir als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest einen Bußgottesdienst. Dieses Jahr findet er am Samstag, 22. Dezember um 19.00 Uhr statt. Die Feier religiöser Fest erfordert eine innere Vorbereitung; ihr will der Bußgottesdienst dienen.