St. Leonhard, den 25. März 2007

WOZU FEIERN WIR EIGENTLICH OSTERN?

Ursprung und Sinn des christlichen Osterfestes ist die Vollendung des menschlichen Schicksals Jesu in seinem Tod und in seiner Auferstehung. Wie jedes menschliche Leben, ja wie alles Leben in unserer Welt war auch das Leben Jesu ausgerichtet auf den Tod: kein Mensch kann diesem Schicksal entrinnen, auch Jesus hat es auf sich genommen. Der Tod ist der zwingende Abschluss des irdischen Lebens. Ist es damit für den Menschen aus und vorbei? Hat er keine Zukunft über den Tod hinaus? Es ist bezeichnend, dass seit den frühesten Zeiten die Menschen sich nicht damit abfinden konnten und wollten, sondern geahnt haben, dass dies nicht die ganze Wirklichkeit sein kann, dass es jenseits der Todesschwelle eine Zukunft gibt: in allen Kulturen zu allen Zeiten und in allen Religionen findet sich diese Hoffnung und dieser Glaube. Im Schicksal Jesu ist diese Ahnung und Hoffnung zur Gewissheit geworden, denn er, der unser Schicksal angenommen hat bis in den Tod hinein, er hat diesen Tod überwunden und ist zum Leben auferstanden.

Diese österliche Botschaft vom Sieg des Herrn über den Tod gibt uns die Gewissheit, dass auch für uns der Tod Weg zu einem unvergänglichen Leben ist. Der Apostel Paulus formuliert es so: „Wenn Christus auferstanden ist, dann gibt es eine Auferstehung der Toten und dann werden auch wir auferstehen!“
Wir dürfen daher gewiss sein, dass unser Leben nicht plan- und ziellos ist, sondern wir eine Zukunft haben über alle Vergänglichkeit des Irdischen hinaus. Das gibt uns Hoffnung und Zuversicht. Wir sollen als „österliche“ Menschen leben, denn der Sieg Jesu über den Tod gibt uns die Gewissheit, dass auch wir eine Hoffnung auf unvergängliches Leben besitzen. Der Apostel Paulus drückt es so aus: „sind wir mit Christus gestorben, so werden wir auch mit Christus leben!“

FAMILIENFASTTAG
Das Ergebnis der diesjährigen Sammlung betrug € 446.- Allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, sei herzlich für ihre Spende gedankt. Damit können Projekte unterstützt werden, die Menschen helfen sollen, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu erwerben. Die Bereitschaft zum Helfen ist ein Zeichen unserer Solidarität mit den Armen und Ausgebeuteten, mit denen, die auf der Schattenseite leben. Wir sollten uns immer wieder fragen, was können wir dafür, dass wir in Wohlstand leben können und was können die Armen und Hungernden dafür, dass sie in Not und Elend hineingeboren werden.

CARITASSAMMLUG
Ich möchte Ihnen nochmals in Erinnerung rufen, dass wir in St. Leonhard an Stelle der Haussammlung für die Caritas die Bitte ausgesprochen haben, mittels eines Erlagscheines eine Spende der Caritas zukommen zu lassen. Sollten Sie einen Erlagschein benötigen, am Schriftenstand im Vorraum der Kirche liegen noch welche auf. Wenn wir immer wieder Nachrichten von Katastrophen hören und sehen, dann können wir die Gewissheit haben, da die Caritas dort helfend präsent ist. Sie kann aber nur mit unseren Spenden Hilfe leisten. 

GLAUBENSGESPRÄCH
Das nächste Glaubensgespräch findet am Donnerstag, 25. April im Anschluss an die Abendmesse, d.h. etwa um 19.30 Uhr statt. Als Thema ist eine Information über die verschiedenen Strömungen im Buddhismus vorgesehen Der Buddhismus hat ja die verschiedensten Ausprägungen, ob in Sri Lanka, Burma, Thailand; Tibet oder China.

GOTTESDIENSTORDNUNG

PALMSONNTAG
Gedächtnis des Einzug Jesu in Jerusalem

08.15 Uhr: Segnung der Palmzweige am Kirchplatz – Prozession – Gemeindegottesdienst
10.00 Uhr: Segnung der Zweige in der Weißkindstraße – Prozession – Kindergottesdienst

GRÜNDONNERSTAG
Gedächtnis des Abendmahls Jesu, Beginn des Ölbergleidens

19.00 Uhr: Abendmahlsgottesdienst mit Bußfeier und abschließendem Gedenken des Ölbergleidens. Das gesegnete Brot, das zum Abschluss des Gottesdienstes ausgeteilt wird, soll uns an das Mahl erinnern, das der Herr mit uns hält und an die Gemeinschaft mit ihm, die durch dieses Mahl uns geschenkt wird.

KARFREITAG
Gedächtnis des Todesleidens Jesu am Kreuz

15.00 Uhr: Karfreitagsgottesdienst mit Schriftlesungen aus dem Alten und Neuen Testament, die vom Leiden Jesu Christi berichten. Den Höhepunkt bildet die Verehrung des Kreuzes mit den Fürbitten für die gesamte Christenheit und für alle Menschen .

OSTERNACHTFEIER
Feier des Sieges Jesu Christi über den Tod

20.30 Uhr: Beginn der Feier am Kirchplatz mit Segnung des Feuers und Entzünden der Osterkerze. Einzug in die Kirche, Verkündigung des Osterlobes, Wortgottesdienst, Tauferneuerung und Eucharistiefeier. Das LICHT ist Sinnbild der Auferstehung Christi, die LESUNGEN berichten uns von den Heilstaten Gottes im Alten Bund, an Christus und an uns, die TAUFERNEUERUNG erinnert uns daran, dass wir durch die Taufe in die Schicksalsgemeinschaft mit Christus aufgenommen wurden und die Mahlfeier als Höhepunkt des Gottesdienstes ist Gedächtnis von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Abschließend findet die Segnung der Speisen statt.

SONNTAG DER AUFERSTEHUNG

10.00 Uhr: Festgottesdienst – musikalische Gestaltung: Volksliedchor Grödig. Zum Abschluss Segnung der Speisen

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest und möchte Sie ganz herzlich zur Mitfeier dieser Gottesdienste einladen!

Ihr
Dr. Franz Nikolasch