St. Leonhard, 25.Februar 2007

DIE MACHT DER GEWALT

Man braucht kein besonderer Beobachter der Medien zu sein, um feststellen zu müssen, dass unsere Gesellschaft in wachsendem Ausmaß von Gewalt bis hin zu Brutalität geprägt ist. Das fängt schon bei den Kindern an, erlebt erschreckende Ausmaße bei Jugendlichen in Schulen und Freizeitangeboten und bestimmt immer mehr das öffentliche Leben: kein Tag vergeht ohne dass irgendein Gewaltverbrechen gemeldet wird. Es gibt für diese Entwicklung die verschiedensten Gründe. Kriminelle Banden aus dem östlichen Ausland, fehlende Integration von Immigranten, Arbeitslosigkeit, dazu ein Fernsehangebot, das nur so von Krimis strotzt, Computerspiele usw. Ein entscheidender Faktor ist aber sicher auch der Mangel oder gar völlige Verlust an Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin, verbunden mit nacktem Egoismus und brutaler Intoleranz.

Hat das alles etwas mit der Fastenzeit zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht nicht, sehr wohl aber, wenn man sich auf die eigentliche Bedeutung dieser Zeit besinnt. Denn es geht dabei nicht allein um ein leibliches Fasten, das dem Körper allemal gut tut und allein schon der Gesundheit dient, denn unsere Gesellschaft leidet nicht an Unterernährung, sondern an deren Gegenteil! Aber dies allein ist nicht mit dem Fasten gemeint, es geht vielmehr darum, wieder Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin zu lernen. Dazu gehört die Bereitschaft zum Verzicht auf Dinge, die nicht notwendig sind, dazu gehört die Bereitschaft zur Toleranz und zum Respekt gegenüber anderen Menschen, dazu gehört die Offenheit und das Verständnis für Menschen, die Hilfe brauchen. Einer reinen Konsum- und Spaßgesellschaft, die nur egoistisch denkt und handelt und die nur auf das Genießen aus ist, sind solche Werte fremd; sie sind aber das Um und Auf für jede Gemeinschaft

Die Fastenzeit will uns diese Werte wieder nahe bringen; das Bemühen, sie zu erkennen und zu verwirklichen, muß in den Familien beginnen. Für Eltern ist es ja selbstverständlich auf Vieles um ihrer Kinder willen zu verzichten, aber auch Kinder müssen verzichten lernen, auch wenn es sich nur um Süßigkeiten, um ein Spiel oder das Fernsehen handelt. Dazu gehört aber auch das Rücksichtnehmen auf die anderen, in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Freizeitgestaltung. Und schließlich gehört auch dazu, dass wir an der Not der Mitmenschen nicht teilnahmslos vorbeigehen. Die Fastenzeit will uns in Erinnerung rufen, dass wir auch Verantwortung tragen gegenüber den Notleidenden in unserer Heimat wie in der ganzen Welt. Der Familienfasttag und die Caritas-Sammlung sollen uns diese Verantwortung bewusst machen. Es wäre um unsere Gesellschaft um vieles besser bestellt, wenn wenigstens wir Christen uns um eine Verwirklichung des Geistes der Fastenzeit bemühen durch Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin, durch Offenheit und Toleranz gegenüber den Mitmenschen und schließlich durch Hilfsbereitschaft gegenüber den Notleidenden.

WELTGEBETSTAG DER FRAUEN
Am Freitag, 2. März wird der ökumenische Weltgebetstag der Frauen begangen. Der Gottesdienst findet um 18.00 Uhr in der Kapelle der Pfarrkirche Salzburg-Gneis statt. Die Vorlage für diesen Gottesdienst wurde von Frauen aus Paraguay erarbeitet. Die Einladung zu diesem Gottesdienst richtet sich nicht nur an die Frauen, sondern auch Männer sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

FAMILIENFASTTAG
Am Freitag, 2. März wird in den Pfarrgemeinden Österreichs der Familienfasttag gehalten. Sinn dieses Tages ist es, den Gegenwert einer Mahlzeit der Hilfe für Arme und Notleidende zur Verfügung zu stellen. Wir wollen zusätzlich die Kirchensammlung vom darauffolgenden Sonntag dafür der Katholischen Frauenbewegung Österreichs zur Verfügung stellen

ERSTKOMMUNION-BIBEL
Den Kindern aus unserer Gemeinschaft, die sich derzeit auf die feierliche Erstkommunion vorbereiten, wird im Rahmen des Kindergottesdienstes am Sonntag, 18. März um 10.00 Uhr eine Kinderbibel als Geschenk der Kirchengemeinschaft überreicht. Die kindgemäß formulierten Bibeltexte sollen den Kindern helfen, sich mit den wichtigsten Ereignissen der Heilsgeschichte und insbesonders des Lebens und Wirkens Jesu Christi vertraut zu machen.

PASSIONSSINGEN
Am Samstag, 24. März um 17.00 Uhr gestaltet der Singkreis Gnigl in unserer Kirche das traditionelle Passionssingen. Die Texte, Lieder und Weisen sollen uns in den Sinn der Passionszeit einführen. Freiwillige Spenden zugunsten der „Aktion Leben“ sind erbeten.

CARITAS-SAMMLUNG
Im Monat März findet die traditionelle CARITAS – HAUSSAMMLUNG statt, die bei uns mit dem beiliegenden Erlagschein durchgeführt wird. Bitte, werfen Sie den Erlagschein nicht weg, sondern helfen Sie durch eine Spende, damit die CARITAS helfen kann, sei es bei Katastrophen im In- und Ausland, sei es in individuellen Notsituationen, sei es durch ihre Sozialeinrichtungen, angefangen von den Kindergärten bis zu den Seniorenheimen. Die Ausrede, man wisse ja nicht, wo das Geld beim Spenden lande, zieht im Falle der CARITAS nicht, denn sie gibt uns die Garantie, dass das Geld dort landet, wo es wirklich gebraucht wird.

REISE NACH DRESDEN
Wie bereits angekündigt, findet im August eine Reise nach Dresden statt und zwar von Dienstag, 14. bis Freitag, 17. August. Für die beiden Aufenthaltstage in Dresden ist ein umfangreiches Besichtigungsprogramm vorgesehen, dazu kommt noch die Besichtigung der beiden Schlösser Pillnitz und Moritzburg, ein Gottesdienst in der Hofkirche und ein Empfang. Das genaue Programm liegt demnächst im Vorraum unserer Kirche auf. Die Gesamtkosten (Fahrt, Hotel HP, Besichtigungen) betragen bei einer Mindestbeteiligung von 30 Personen € 305.- (EZ – Zuschlag € 45.-) 
Anmeldungen bei Frau Wall, 5083 St.Leonhard, Mitterweg 2, Tel. 06246/72405

GLAUBENSGESPRÄCH
Das nächste Glaubensgespräch, das in das Verständnis und die geschichtliche Entwicklung der Feiern von Tod und Auferstehung Jesu Christi, angefangen vom Palmsonntag über den Gründonnerstag und Karfreitag bis zur Osternachtfeier einführen soll, findet am Freitag, 16. März um 19.00 Uhr statt.

KREUZWEGANDACHT
An den Freitagen der Fastenzeit ist jeweils um 18.30 Uhr die Kreuzwegandacht in der Kirche. Vielleicht finden zusätzlich zu den wenigen getreuen Teilnehmerinnen noch andere Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft Zeit, um an dieser besinnlichen Andacht teilzunehmen.