St. Leonhard, 26. Jänner  2007

Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft und Bewohner von St. Leonhard!

Wie in den vergangenen Jahren möchte die Kirchengemeinschaft Ihnen auch dieses Jahr den Finanzbericht für das vergangene Jahr übermitteln. Da die Gelder der Kirchengemeinschaft fast ausschließlich durch die Sammlungen bei den Gottesdiensten oder anderen Anlässen sowie durch Spenden zustande kommen, fühlen wir uns verpflichtet, allen, die einen Beitrag geleistet haben, wie auch allen Bewohnern unseres Ortes über die Verwendung dieser Gelder Rechenschaft zu geben. Das Gelingen einer guten Zusammenarbeit und einer Gemeinschaft hängt letztlich davon ab, dass sich deren Mitglieder mit deren Aufgaben und Zielsetzungen identifizieren können. Wenn man weiß, wofür die Gelder verwendet wurden, ist auch man eher bereit, wieder einen Beitrag zu leisten. 

An baulichen Aufgaben war im vergangenen Jahr nur eine geringfügige Renovierung der Hubertuskapelle erforderlich; aufgrund der Bodenfeuchtigkeit hatte an einigen Stellen das Mauerwerk Schäden aufzuweisen. Durch Trockenlegungsarbeiten dürfte dieses Problem für die nächsten Jahre gelöst sein. Beim neuen Urnenfriedhof hat der Fremdenverkehrsverband einen Brunnen errichtet, der allerdings erst im kommenden Frühjahr fertiggestellt wird.

Ein Hauptaugenmerk galt im vergangenen Jahr wiederum den Aufwendungen für sozial – karitative Aufgaben, für die rund € 8.000.- aufgewendet wurden. Wir dürfen uns nicht damit zufrieden geben, dass wir selbst es einigermaßen gut haben, sondern wir müssen uns der Verantwortung bewusst sein, die wir für notleidende Mitmenschen tragen. Sicher gibt es alle möglichen staatlichen Institutionen, die mit den Geldern der Steuerzahler Notleidende unterstützen und auch Entwicklungshilfe leisten, aber wir selbst dürfen deshalb nicht egoistisch nur an uns selbst denken, sondern wir müssen immer das Wort des Herrn denken, der gesagt hat, was immer ihr dem geringsten Mitmenschen getan habt, das habt ihr mir getan!
Ein besonderer Schwerpunkt ist nach wie vor der Adventmarkt zugunsten der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen. Wenn auch die „goldenen Jahre“ angesichts der zahllosen Märkte in allen Orten vorbei sind, so ist der Ertrag von rund € 90.000.- eine wertvolle Hilfe für die Einrichtungen der Lebenshilfe. Es sind so viele Mitglieder der Kirchengemeinschaft, die sich für den Adventmarkt engagieren und das durch viele Jahre ehrenamtlich und unentgeltlich. Man wird nicht viele Gemeinschaften finden, in denen soviel Bereitschaft zur Hilfe vorhanden ist. Allen, die mithelfen und zum Gelingen beitragen, sei herzlichst für ihren Einsatz gedankt.
Wenn daneben auch Hilfsprojekte in der Dritten Welt durch Spenden unterstützt wurden, so ist das ein Zeichen dafür, dass wir über den eigenen Kirchturm hinausblicken. Man kann immer wieder die Ausrede hören, dass man ja nicht wisse, wo die Gelder landen; bei manchen Institutionen mag dieser Vorwurf berechtigt sein, aber die Gelder, die von uns aufgebracht werden, landen bei Institutionen, von denen wir die Gewissheit haben, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird.

Ich möchte Sie alle bitten, auch dieses Jahr wieder mitzuhelfen, dass Not und Elend in der Welt gelindert werden. Durch das Fernsehen werden wir mit den Katastrophen und dem Leid in der Welt hautnah konfrontiert, das könnte uns abstumpfen, sollte aber eher ein Ansporn sein, im Rahmen unserer Möglichkeiten Hilfe zu leisten.

Ihr
Dr. Franz Nikolasch