St. Leonhard, den 20. Jänner 2006.

Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft und Bewohner von St. Leonhard!

Hl. Leonhard

In der Beilage übermitteln wir Ihnen den Finanzbericht der Kirchengemeinschaft für das vergangene Jahr. Da die Mittel der Kirchengemeinschaft fast ausschließlich durch Sammlungen bei den Gottesdiensten oder anderen Anlässen sowie durch Spenden zustande kommen, wissen wir uns verpflichtet, allen, die einen Beitrag geleistet haben wie auch allen Bewohnern des Ortes über die Verwendung der Gelder Rechenschaft zu geben. Das Leben einer Gemeinschaft hängt letztlich davon ab, dass sich deren Mitglieder mit den Aufgaben und Zielsetzungen dieser Gemeinschaft identifizieren. Eine detaillierte Information über die Verwendung der Gelder soll für eine derartige Identifizierung eine Hilfe sein. Wenn man weiß, wozu die Gelder verwendet werden, ist man auch eher bereit, einen Beitrag zu leisten.

Was die baulichen Aufgaben betrifft, so wurde im vergangenen Jahr die Renovierung der Ölbergnische neben dem Kircheneingang durchgeführt und abgeschlossen. Insgesamt wurde ein Betrag von rund € 7.700,-- aufgewendet. Von Seiten des Bundesdenkmalamtes erhalten wir dieses Jahr eine Subvention von € 2.500,--, sodass sich für die Kirchengemeinschaft letztlich Kosten in der Höhe von € 5.200,-- ergeben. Als weitere bauliche Maßnahme wurden bei den Kirchenfenstern Schutzbleche angebracht, um eine Durchfeuchtung des Außenputzes zu verhindern. Damit sind vorerst alle notwendigen Arbeiten an Kirche und Friedhof (Kapelle) abgeschlossen. In diesem Jahr wird das Hauptaugenmerk auf den Trockenlegungsarbeiten bei der Hubertuskapelle liegen.

Überblickt man die Ausgaben bei den verschienen Kassen, so bilden die Aufwendungen für sozial-karitative Aufgaben mit mehr als € 8.000,-- einen sehr hohen Anteil. Ich glaube, dass dies richtig ist. Als Christen dürfen wir nicht egoistisch nur an unser eigenes Wohl denken, sondern wir sind verpflichtet, vor allem denen zu helfen, die in besonderer Weise auf Hilfe angewiesen sind. In St. Leonhard geschieht dies in besonderem Ausmaß durch die Mitwirkung so vieler Mitglieder der Kirchengemeinschaft am Adventmarkt, dessen Reinertrag Menschen mit Behinderungen im Land Salzburg zugute kommt; jedes Jahr sind es mehr als € 100.000,--, mit denen Projekte der Lebenshilfe unterstützt werden. Allen, die mitwirken und mithelfen, sei für ihre Mühen ein ganz herzliches Vergelt’s Gott gesagt. Es sind aber auch verschiedene Hilfsprojekte in der Dritten Welt, die durch Spenden unterstützt werden. Man kann immer wieder die Ausrede hören, man wisse ja nicht, wo das Geld lande. Gewiss gibt es in diesem Bereich Betrüger und Gauner, aber die Gelder, die von uns aufgebracht werden, gehen an Institutionen, bei denen man die Sicherheit hat, dass die Spenden dort landen, wo sie gebraucht werden. Mit dem Dank für jede einzelne Spende möchte ich die Bitte verbinden, auch in diesem Jahr wieder mitzuhelfen, damit Not in der Welt gelindert werden kann. Der Herr wird uns am Ende unserer Zeit danach beurteilen, wie wir uns unseren Mitmenschen gegenüber verhalten haben, besonders jenen, die in Not und Elend sind. Durch das TV werden wir Tag für Tag mit Not und Katastrophen konfrontiert; das kann einerseits abstumpfen, uns aber auch besonders betroffen machen, wenn wir „hautnah“ dieses Elend erleben. Auf alle Fälle kann niemand sagen, nichts davon zu wissen.

Im Namen aller, die an der Besprechung der Jahresrechnung 2005 teilgenommen haben, danke ich Ihnen für jeden finanziellen Beitrag und wünsche Ihnen ein gutes, gesegnetes und friedvolles Jahr 2006.

Ihr Dr. Franz Nikolasch