St. Leonhard, den 10. Dezember  2005.

Krippe

Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft!

Im Matthäusevangelium stellt Jesus an seine Jünger die Frage: "Für wen halten die Leute den Menschensohn?" Er meinte damit sich selbst. Die Antworten der Jünger waren unterschiedlich: "Die einen für Johannes, den Täufer, wieder andere für Jeremia oder sonst einen der Propheten". Auf die Frage Jesu, für wen sie selbst ihn halten, gab Petrus die Antwort: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" In diesem Bekenntnis offenbart sich der Glaube der ersten christlichen Gemeinden, dass Jesus für sie mehr ist als allein ein Mensch, sondern dass in ihm Gott selbst in unsere Welt gekommen ist. Es ist dies der gemeinsame Glaube aller christlichen Kirchen durch alle Jahrhunderte hindurch. Es ist der Glaube, der  für uns den Inhalt des Weihnachtsfestes bildet: Gott überlässt den Menschen nicht sich selbst, sondern er solidarisiert und identifiziert sich mit dem Menschen. Seit dem Geschehen der Menschwerdung und Geburt des Herrn ist Gott nicht mehr der ferne, fremde und unnahbare Gott, sondern er ist der menschgewordene Gott, der unser Schicksal angenommen hat bis hin zum Leiden und Sterben am Kreuz, der aber als einer von uns für sich und für uns den Tod bezwungen hat und zum unvergänglichen Leben auferstanden ist. Wenn wir nach dem Motiv dieser Menschwerdung Gottes in Jesus fragen, dann werden wir auf Gottes Liebe zu uns verwiesen. "Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn für sie hingab!" Weihnachten ist die Offenbarung der unendlichen Liebe Gottes zu uns Menschen, einer Liebe, die wir weitergeben sollen an unsere Mitmenschen. Weihnachten ist nicht nur Erinnerung an ein Geschehen, das sich vor 2000 Jahren abgespielt hat, sondern eine Erinnerung an Gottes Liebe, die uns umfängt und ein Appell an uns, das was uns geschenkt wird, weiterzugeben an unsere Mitmenschen, damit unsere Welt anstelle von Hass, Zwietracht und Feindseligkeit, von Liebe, Vertrauen und Frieden geprägt sei. Es liegt an jedem von uns, dazu seinen Beitrag zu leisten, damit Weihnachten heute Wirklichkeit wird!

Ich lade Sie ein, bei Ihrer Weihnachtsfeier zu Hause die Frohbotschaft von der Geburt des Herrn Jesus Christus zu lesen:
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, die gesamte Bevölkerung des römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinus Statthalter von Syrien war.
Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef ging von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Vermählten, die schwanger war, eintragen zu lassen; er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids. Als sie dort waren, kam für sie die Zeit der Niederkunft und sie gebar einen Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

In dieser Gegend lagerten Hirten auf einem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie und es befiel sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: "Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll! Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids: Er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt“. Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Schar: Sie lobte Gott und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede ist auf Erden bei den Menschen seiner Huld!“

Lasset uns beten:
Herr und Gott, du hast diese hochheilige Nacht durch den Aufgang des wahren Lichtes taghell gemacht und uns mit dem Licht deines menschgewordenen Sohnes erfüllt. Wir bitten dich, lass in unseren Herzen dieses Licht erstrahlen, gib uns die Freude und den Frieden der Weihnacht. Darum bitten wir durch Christus Jesus, unseren Herrn und Bruder.  Amen.

 

ELISABETHKORB

Wie jedes Jahr war die Kirchensammlung am Sonntag vor dem Fest der hl. Elisabeth von Thüringen, die sich in besonderer Weise der Armen, Kranken und Notleidenden angenommen hat, für die sozial-karitativen Tätigkeiten unserer Frauengemeinschaft bestimmt. Insgesamt kam ein Betrag von  € 380,-- zusammen, für den die Frauengemeinschaft allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, einen herzlichen Dank ausspricht. Neben der Hilfe und Betreuung von Mitmenschen in unserem Umfeld hat die Frauengemeinschaft die Patenschaft für ein Waisenkind im Libanon übernommen, für das jährlich ein Betrag von € 480,-- zur Verfügung gestellt wird, um die Ausbildung dieses Kindes zu gewährleisten.

BUSSGOTTESDIENST

Am Freitag, 23. Dezember halten wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, damit wir das Weihnachtsfest im Frieden mit Gott und im Frieden miteinander begehen können. Wir dürfen als Christen die Gewissheit haben,  wenn wir ehrlichen Herzens Gott um Vergebung bitten, ob im Beichtstuhl oder im gemeinsamen Bußgottesdienst, dass uns diese Vergebung durch Gott zuteil wird. Das Ergebnis der Kirchensammlung kommt den Franziskanern in Salzburg  zur Betreuung von Obdachlosen und Haftentlassenen zugute. Ich lade Sie daher herzlich zur Teilnahme an diesem Gottesdienst ein.

WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend findet  um 16.30 Uhr der Kindergottesdienst statt, der von den Kindern selbst gestaltet wird. Im Verlauf dieses Gottesdienstes können die Kinder die Krippenfiguren aufstellen. Anschließend ist das Weihnachtsblasen der Marktmusikkapelle Grödig am Friedhof. Ab 23.30 Uhr findet das Weihnachtsschießen der St. Leonharder Weihnachtsschützen statt und um 24.00 Uhr beginnt die Christmette.

Am Christtag ist  um  10.00 Uhr der Festgottesdienst. Am 26. Dezember, dem Stephanitag, ist ebenfalls  um 10.00 Festgottesdienst. Am Samstag, 31. Dezember, ist um 17.00 Uhr der Jahresschlussgottesdienst und am Neujahrstag ist ebenfalls nur um 10.00 Uhr der Gottesdienst. Am 5.  Jänner werden im Rahmen des Gottesdienstes die Sternsinger des Volksliedchores Grödig ihre Lieder vortragen. Am 6. Jänner, dem Fest der Erscheinung des Herrn, sind die Gottesdienste wieder um 8.30 Uhr (mit Segnung des Weihwassers) und um 10.00 Uhr. 

Abschließend wünsche ich allen Bewohnern unseres Ortes ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gesundes und glückliches Neues Jahr. Mit diesen Wünschen verbinde ich den Dank für die gute Zusammenarbeit in unserer Kirchengemeinschaft und die Bitte, dass dies auch im kommenden Jahr so bleiben möge!

Ihr 

Dr. Franz Nikolasch

 

 

Internetadresse der Wallfahrtskirche St. Leonhard:
http://www.kirche-sanktleonhard.at