St. Leonhard, den 24. April  2005.

Hl. Leonhard

Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft !

HABEMUS PAPAM  - PAPST BENEDIKT XVI. 

Die vergangenen Wochen haben in der katholischen Kirche große Veränderungen gebracht. Nach mehr als 27 Jahren ist das Pontifikat Johannes Paul II. zu Ende gegangen. Der verstorbene Papst hat für nahezu zwei Generationen das Erscheinungsbild der Kirche geprägt, wenn  man bedenkt, dass Katholiken bis zu einem Alter von vierzig Jahren nur diesen Papst bewusst erlebt haben. Was diese Zeit für die Kirche gebracht und bedeutet hat, wird einmal die Geschichte mit einem gewissen zeitlichen Abstand objektiv beurteilen können. Tatsache ist, dass die bereits unter seinem Vor-Vorgänger Paul VI. begonnene Distanzierung vom Konzilsaufbruch  unter ihm trotz aller Lippenbekenntnisse zum Konzil massiv fortgesetzt wurde. Sicher liegt die Verantwortung dafür nicht allein bei den Päpsten, sondern genauso auch bei der römischen Kurie, deren Repräsentanten schon zur Zeit des Konzils sich heftig gegen alle Veränderungen ausgesprochen haben. Berühmt ist der von Kardinal Suenens 1969 zitierte Ausspruch eines römischen Prälaten zur Zeit des Konzils: „Lassen wir die Bischöfe reden, am Ende werden sie doch heimgehen; wir aber, wir werden hier bleiben und die Verheerungen wieder in Ordnung bringen.“ Tatsache ist ferner die Verwirklichung eines Zentralismus, wie es ihn zuvor in der Geschichte der Kirche nie gegeben hat, während das Konzil die Bedeutung und Verantwortung der Ortskirchen stärken wollte. Tatsache ist ferner, dass zahlreiche Theologen in aller Welt verurteilt und eliminiert wurden, weil sie nach Ansicht Roms von der „wahren Lehre“ abgewichen waren, ohne dass man sich mit ihren Anliegen und ihrem Bemühen um Erneuerung  ernsthaft auseinander gesetzt hätte. Tatsache ist schließlich, dass viele dringende Reformen in den verschiedensten Bereichen des kirchlichen Lebens verweigert wurden. Man hätte doch zumindest einen ernsthaften Dialog mit diesen Wünschen erwarten können, aber selbst dies wurde verweigert, wie das Schicksal des Kirchen-Volksbegehrens gezeigt hat. 

Der neue Papst Benedikt XVI. war durch mehr als zwanzig Jahre engster Vertrauter und Berater  und damit auch für diesen Kurs der Kirchenleitung unmittelbar verantwortlich. Nach dem Willen seiner Wähler, die bis auf zwei vom verstorbenen Papst berufen worden waren und für die wie bei nahezu allen Bischofsernennungen das Motto galt, je konservativer, umso besser, soll er die Kontinuität dieses Kurses garantieren. Es spricht sehr vieles dafür, dass dem auch so sein wird. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wieweit er diesen Erwartungen bzw. Befürchtungen gerecht wird oder doch einen eigenständigen Kurs einschlagen will, um vielleicht doch die verdrängten Anliegen einer Erneuerung der Kirche aufzugreifen  Der  große Konzilspapst Johannes XXIII. hatte dies mit dem Wort „aggiornamento“ umschrieben, dass die Kirche eine Kirche unserer Zeit werden müsse. Das unverzichtbare Glaubensgut, dass Jesus Christus seiner Kirche mitgegeben hat auf ihrem Weg durch die Zeit, müsse unterschieden werden von einem zeitbedingten Erscheinungsbild, das sich entsprechend dem Wandel der Zeit verändern kann und sich auch verändern muss. Alle heute in der Kirche vorhandenen Probleme resultieren aus einem starren Festhalten an solchen zeitbedingten Erscheinungsformen im Leben der Kirche. Angesichts der wachsenden Säkularisierung unserer Gesellschaft und ihrer Entfremdung von Kirche, Christentum und Glaube ist es höchste Zeit, dass die Kirche sich den Problemen und Anforderungen der heutigen Welt stellt und nicht mit Antworten von gestern und vorgestern darauf reagiert. Wir können dem neuen Papst und allen Verantwortlichen in der Kirche nur wünschen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, sich auf das Konzil und seinen Auftrag an die Kirche zur Erneuerung zu besinnen und nicht rückwärts gewendet den Weg in die Zukunft zu gehen, sondern im Vertrauen auf den, der von sich gesagt hat, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!.

Ihr
Dr. Franz Nikolasch

  

MARIENSINGEN

Das vom Volksliedchor Grödig veranstaltete traditionelle Mariensingen findet am Samstag, 7. Mai um 17.00 Uhr in der Wallfahrtskirche St. Leonhard statt. Wie in den vergangenen Jahren wird es auch diesmal wieder mit den Liedern und Weisen ein besonderes Erlebnis der Marienfrömmigkeit sein. Frau Barbara Feldbacher wird eigene besinnliche Texte vortragen.

 ERSTKOMMUNION – NACHFEIER

Ebenfalls am Samstag, 7. Mai findet um 19.00 Uhr die Nachfeier für die Erstkommunionkinder aus dem Bereich von St. Leonhard statt. Mit dieser Feier soll die Verbundenheit unserer Kirchengemeinschaft mit den Familien der diesjährigen Erstkommunionkinder zum Ausdruck gebracht werden.

MAIANDACHTEN

Falls es die Witterung erlaubt, ist am Samstag, 14. Mai und am Samstag, 28. Mai bei der Hubertuskapelle die Vorabendmesse mit Maiandacht geplant, am 21. Mai ist eine Maiandacht am Gartenauerplatz vorgesehen. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr.

 WALLFAHRT NACH ETTENBERG

Unsere Wallfahrt nach Maria Ettenberg findet am Freitag, 17. Juni statt. Treffpunkt ist um 19.30 Uhr beim Parkplatz, von wo wir gemeinsam nach Maria Ettenberg hinaufgehen und dort gemeinsam mit dem Pfarrer von Marktschellenberg und dem Volksliedchor Grödig den Gottesdienst feiern. Anschließend ist wieder ein gemütliches Beisammensein beim Mesnerwirt vorgesehen.

 UNGARN – REISE

Auch dieses Jahr ist eine Fahrt nach Ungarn auf den Spuren der Salzburger Mission des 9. Jahrhunderts geplant. Ein Ausflug führt diesmal nach Pannonhalma, der berühmten Benediktinerabtei, die das geistlich- religiöse Zentrum der katholischen Kirche Ungarns bildet. Eine weitere Fahrt führt in die ungarische Puszta. Die Reise ist für die Zeit von Donnerstag, 18. bis Sonntag, 21. August vorgesehen. Das genaue Programm mit den Kostenangaben liegt im Vorraum der Kirche auf. Interessenten mögen sich bei Frau Wall melden.

 ÖLBERG – RENOVIERUNG

Während  der Wintermonate wurden vom Restaurator, Herrn Huber, die Figuren der Ölberggruppe neben dem Kircheneingang restauriert. Es war eine mühselige und schwierige Arbeit, da in der Vergangenheit an diesen Figuren viel herumgepfuscht worden war. In den nächsten Wochen sollen noch das Gitter  und die Ausmalung der Nische restauriert werden, sodass noch vor dem Sommer die gesamte Anlage in neuem Glanz erstrahlen wird.

 

Internetadresse der Wallfahrtskirche St. Leonhard:
http://www.kirche-sanktleonhard.at