St. Leonhard, den 14. Dezember  2004.

Krippe Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft!

Wir stehen wieder am Ende eines Jahres und in wenigen Tagen feiern wir das Weihnachtsfest. Mich, und ich glaube viele unter uns, stimmt es traurig, zu sehen, wie der christliche Gehalt dieses Festes, sein eigentlicher Sinn, immer breiteren Schichten unserer Bevölkerung abhanden kommt: für die einen sind noch Bräuche vorhanden, die aber ihren Sinn verloren haben, für andere zählt nur mehr die Freizeit, das gute Essen und wenn das Wetter mitspielt., das Schifahren eine Rolle. Es hat wenig Sinn, diese Entwicklung zu bejammern, wichtiger ist, dass wir uns auf den Sinn und Gehalt des Festes besinnen, um dann vielleicht auch anderen etwas davon vermitteln zu können. 

Weihnachten ist das Fest, das uns Gottes Liebe zeigt, eine Liebe, die sich in der Menschwerdung seines Sohnes uns geschenkt hat: "Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn für sie hingab" heißt es in der Hl. Schrift. In ihm wird Gott einer von uns und nimmt unser Schicksal an, bis zum Tod. In einem Gedicht des Angelus Silesius, der vor mehr als 300 Jahren gelebt hat, heißt es:  "Und wäre Christus tausendmal geboren und nicht in dir, du bliebest ewiglich verloren". Der Dichter wollte damit sagen, dass Weihnachten nicht ein längst vergangenes Geschehen ist, sondern sich immer wieder neu ereignet, wo Menschen sich dieser Liebe Gottes öffnen und bereit sind, die Liebe, die uns geschenkt wird, an unsere Mitmenschen weiterzugeben. Wir tun es, wenn wir einander Verständnis entgegenbringen, wenn wir einander respektieren und akzeptieren, wenn wir einander helfen. Wie ein Licht, und mag es noch so klein sein, das Dunkel erhellt und Wärme ausstrahlt, so schenken auch wir unseren Mitmenschen Hoffnung und Freude, wenn wir ihnen mit Verständnis, Toleranz und Hilfsbereitschaft begegnen. 
So wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest!

Ich möchte Sie einladen, bei Ihrer Weihnachtsfeier zu Hause die Frohbotschaft von der Geburt des Herrn Jesus Christus zu lesen:

"In jenen Tagen erließ der Kaiser Augustus den Befehl, die gesamte Bevölkerung des römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinus Statthalter von Syrien war.  Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef ging von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, um sich mit Maria, seiner Vermählten, die schwanger war, eintragen zu lassen; er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids. Als sie dort waren, kam für sie die Zeit der Niederkunft, und sie gebar einen Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine  Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf einem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie und es befiel sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: "Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzem Volk zuteil werden soll! Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids: Er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt". Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Schar: sie lobte Gott und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede ist auf Erden bei den Menschen seiner Huld!"

Lasset uns beten: Herr und Gott, du hast diese hochheilige Nacht durch den Aufgang des wahren Lichtes taghell gemacht und uns mit dem Licht deines menschgewordenen Sohnes erfüllt. Wir bitten dich, lass in unseren Herzen dieses Licht erstrahlen, gib uns die Freude und den Frieden der Weihnacht. Darum bitten wir durch Christus Jesus, unsern Herrn und Bruder.  Amen.

ELISABETHKORB

Es ist schon guter Brauch, dass die Kirchensammlung am Sonntag vor oder nach dem Fest der hl. Elisabeth von Thüringen, die sich in besonderer Weise der Armen, Kranken und Notleidenden angenommen hatte, für die sozialen und karitativen Aufgaben der Frauengemeinschaft bestimmt ist. Dieses Jahr erbrachte die Sammlung insgesamt € 418,-- Neben der Hilfe für Mitmenschen in unserem Umfeld und für die Heilung von Aussätzigen hat die Frauengemeinschaft eine Patenschaft für ein Waisenkind im Libanon übernommen, das jährlich mit einem Betrag von € 480,-- unterstützt wird.

BUSSGOTTESDIENST

Am Donnerstag, den 23. Dezember halten wir um 19.00 Uhr den Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dieser Gottesdienst soll uns eine Hilfe sein, um das Weihnachtsfest im Frieden mit Gott und im Frieden miteinander begehen zu können. Wir dürfen als Christen die Gewissheit haben, wenn wir ehrlichen Herzens Gott um Vergebung bitten, ob im Beichtstuhl oder im gemeinsamen Bußgottesdienst, dass uns diese Vergebung durch Gott zuteil wird. Ich lade Sie daher herzlich zur Teilnahme an diesem Gottesdienst ein.

WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Am Heiligen Abend feiern wir um  16.30 Uhr den Kindergottesdienst, der von diesen selbst gestaltet wird. Im Verlauf dieses Gottesdienstes können die Kinder die Krippenfiguren aufstellen. Anschließend ist das Weihnachtsblasen der Marktmusikkapelle Grödig am Friedhof. Ab 23.30 Uhr findet das Weihnachtsschießen der St. Leonharder Weihnachtsschützen statt und um 24.00 Uhr beginnt die Christmette.

Am Christtag sind die Gottesdienste um 8.30 Uhr und um 10.00 Uhr. Am 26. Dezember ist nur um 10.00 der Gottesdienst, ebenso auch am Neujahrsfest und am darauffolgenden Sonntag. In den darauffolgenden Tagen kommen die Sternsinger zu den einzelnen Häusern und Wohnungen. Am 31. Dezember ist der Jahres-Schlussgottesdienst  um 17.00 Uhr. Am 6. Januar, dem Fest der Erscheinung des Herrn, sind die Gottesdienste wie gewohnt um 8,30 Uhr und um 10.00 Uhr.

Abschließend wünsche ich allen Mitgliedern unserer Kirchengemeinschaft und allen Bewohnern unseres Ortes ein gutes,  gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2005. Mit diesen Wünschen verbinde ich den Dank für die gute Zusammenarbeit innerhalb unserer Kirchengemeinschaft und die Bitte, dass dies auch im kommenden Jahr so bleiben möge.

Ihr
Dr. Franz Nikolasch

 

 

Donnerstag,
23. Dezember 2004

19,00 Uhr
Bußgottesdienst als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest

Freitag,
24. Dezember 2004

„Heiliger Abend“

16,30 Uhr
Kindergottesdienst zur Weihnacht – musikalische Gestaltung durch eine Kindergruppe (Ltg. Renate Egginger)   Sprecher: Friedemann Held

17,45 Uhr
Weihnachtsblasen der Marktmusikkapelle Grödig 
   
23,30 Uhr
Weihnachtsschießen der St. Leonharder Weihnachtsschützen

24,00 Uhr
Christmette – musikalische Gestaltung : Grödiger Stubenmusi,  Heribert Metzger (Orgel)

Samstag,
25. Dezember 2004
„Christtag“

08,30 Uhr
Gemeindegottesdienst

10,00 Uhr
Festgottesdienst

Sonntag,
26. Dezember 2004

10,00 Uhr
Festgottesdienst

Freitag
31. Dezember 2004

17,00 Uhr
Jahres-Schlussgottesdienst

Samstag 
01.Januar  2005

10,00 Uhr
Festgottesdienst

Sonntag,
2.  Januar 2005

10,00 Uhr
Festgottesdienst

Donnerstag,
6. Januar 2005
"Fest der Erscheinung des Herrn"

08,30 Uhr
Gemeindegottesdienst

10,00 Uhr
Festgottesdienst

 

 

Internetadresse der Wallfahrtskirche St. Leonhard:
http://www.kirche-sanktleonhard.at