St. Leonhard, den 04. Juni  2004.

Hl. Leonhard Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinschaft !

  "SOOFT IHR DIES TUT, DENKT AN MICH"  

Bei jeder Messe werden zum Abschluss des Einsetzungsberichtes mit den Deuteworten Jesu über Brot und Wein diese Worte gesprochen, mit denen der Herr uns den Auftrag gegeben hat, das Mahl zu seinem Gedächtnis zu begehen. Wenn man von einem lieben Menschen Abschied nehmen muss, dann möchte man zumindest irgendetwas besitzen, das uns an ihn erinnert, ein Photo oder ein Geschenk, das man von ihm bekommen hat. Und jedes Mal, wenn man dieses Photo anschaut oder das Geschenk in die Hand nimmt, werden die Erinnerungen an diesen Menschen  wach, Erinnerungen an das, was er in seinem Leben uns bedeutet hat und in einem gewissen Sinn wird er durch die Erinnerung uns wieder gegenwärtig.  

So ist es auch mit der Eucharistiefeier, dem Mahl das Jesus uns als sein Geschenk, als sein Vermächtnis hinterlassen hat. Jedes Mal, wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln, begehen wir das Gedächtnis seines Lebens und Wirkens und wird ER in diesem Gedächtnis in unserer Mitte gegenwärtig. Mit einer besonderen Intensität begehen wir dieses Gedächtnis am Abend des Gründonnerstags; unsere Erinnerung an diesem Abend lässt jedoch keine ungetrübte Freude aufkommen, denn dieser Abend erinnert uns auch an den Beginn des Leidens Jesu.  Wie die Evangelien uns berichten, begab sich im Anschluss an dieses Mahl Jesus mit seinen Freunden zum Garten Gethsemani, wo er den Vater unter Tränen bat, ihn vor diesem Leiden zu bewahren;  er fügte sich aber in den Willen des Vaters, wird dort gefangengenommen und beginnt seinen Leidensweg.

Wir sollten aber einmal im Jahr in ungetrübter Freude uns an dieses Geschenk des Herrn erinnern, an das Mahl mit Brot und Wein, den Zeichen, in denen der Herr selbst bei uns sein will, als der, der sich ganz uns geschenkt hat, da er für uns sein Leben hingab. Brot und Wein werden durch die Worte Jesu, die über sie gesprochen werden sosehr zu Zeichen seiner Liebe und Hingabe für uns, dass er selbst in diesen Zeichen gegenwärtig ist.

Das zu feiern, uns an die Hingabe und Liebe Jesu zu erinnern, ist Sinn des Fronleichnamsfestes. In allen christlichen Konfessionen wird das Mahl des Herrn in Erfüllung seines Auftrages begangen, wenngleich dieses Geschehen unterschiedlich interpretiert wird. Dies soll jedoch kein Anlass sein, sich gegenseitig den wahren Glauben abzusprechen, sondern vielmehr zu erkennen, dass die Glaubenswahrheit letztlich jedes menschliche Begreifen übersteigt, nie und von niemandem  voll und ganz verstanden werden kann, weshalb es auch unterschiedlich interpretiert und formuliert werden kann, ohne dass diese unterschiedlichen Formulierungen falsch sein müssten. Wie Paulus sagt, ist unser Erkennen immer nur Stückwerk. Es ist so traurig, dass in der Vergangenheit und leider auch heute noch, dieses Mahl nicht als gemeinsames Gut der verschiedenen christlichen Konfessionen verstanden wird, sondern als Zeichen des Getrenntseins und der Spaltung. Man verweigert einander die Gemeinschaft am Tisch des Herrn, obwohl wir alle nur Gäste sind. Es ist unsere Aufgabe und Verantwortung als Christen, in diesem Mahl wieder das zu sehen, was die Konfessionen verbinden und zusammenführen will. Die Gemeinschaft aller am Tisch des Herrn und in der Feier des Mahles ist das, was dem Willen Jesu entspricht. Paulus weist uns eindringlich auf diese unsere Verantwortung hin:  "Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leibe Christi?   E i n  Brot ist es. Darum sind wir viele  e i n  Leib, denn wir alle haben teil an dem einen Brot!" 

 

WALLFAHRT NACH ETTENBERG
Am Freitag, 18. Juni, halten wir die schon zur Tradition gewordene Wallfahrt nach Maria Ettenberg. Wir treffen uns um 19.15 Uhr beim Parkplatz und gehen von dort in Prozession hinauf zur Wallfahrtskirche (etwa 20 Minuten), um dort gemeinsam mit Angehörigen der Pfarre Marktschellenberg den Gottesdienst zu feiern. Zur musikalischen Gestaltung werden der Volksliedchor Grödig und Franz Schwab (Zither) beitragen.

 

WALLFAHRT NACH NEUSTIFT UND BRIXEN
Die diesjährige Wallfahrt der Kirchengemeinschaft geht nach Neustift, dem bekannten Augustinerchorherrenstift in Südtirol und nach Brixen. Sie findet am Samstag, 11. September statt. Die Messe feiern wir in Neustift und am Nachmittag wollen wir uns die alte Bischofsstadt Brixen anschauen.
Abfahrt vom Kirchenplatz in St. Leonhard um 6.00 Uhr früh. Anmeldungen bei Frau Wall (Tel. 06246 / 72405 ).

 

CARITAS-SAMMLUNG
Die Caritas Salzburg hat sich für das Ergebnis der diesjährigen März-Sammlung bedankt, die insgesamt einen Betrag von € 1.069,- erbracht hat und für Aufgaben der Caritas in Stadt und Land Salzburg bestimmt ist. Vergessen wir bitte nicht, dass es auch unter uns Not und Elend gibt, dass nicht alle Hilfesuchenden vom "sozialen Netz" der öffentlichen Fürsorge-Einrichtungen aufgefangen werden und die Caritas gerade in diesen Situationen mit ihrer Hilfe und Unterstützung einspringt. Außerdem werden nicht wenige Kindergärten, Altenheime und andere Sozialeinrichtungen von der Caritas geführt. Sie kann aber nur dann helfen, wenn wir alle beitragen, um die erforderlichen Mittel aufzubringen.    (Konto der Kirchengemeinschaft St. Leonhard, Konto Nr. 00022483 bei Raiffeisenbank Grödig, BLZ 35018, wegen: Caritassammlung 2004)  

 

RENOVIERUNG DES ÖLBERGS
Neben dem Kircheneingang befindet sich eine große Nische mit einer Ölbergszene, bestehend aus mehreren Figuren: zwei schlafende Jünger, Jesus in der Todesangst und ein Engel, der ihn für das bevorstehende Leiden stärken will. Figuren wie auch die gesamte Anlage sind durch die Witterungseinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogen worden und bedürfen einer Renovierung, die in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt in diesem Sommer durchgeführt werden soll. Die genaue Höhe der Kosten ist noch nicht bekannt, da zuerst noch Untersuchungen über den Zustand der Figuren durchgeführt werden müssen. Wir hoffen aber, dass die Arbeiten bis zum Herbst abgeschlossen werden können.

 

GLAUBENSGESPRÄCH
Das letzte Glaubensgespräch vor der sommerlichen Ferienzeit wollen wir am Freitag, 25. Juni mit Beginn um 19.00 Uhr halten.. Wenn jemand ein konkretes aktuelles Thema behandelt wissen will, so möge er dies im Anschluss an einen der nächsten Sonntagsgottesdienste mir mitteilen bzw. vorschlagen.

 

Ihr
Dr. Franz Nikolasch

 

Internetadresse der Wallfahrtskirche St. Leonhard:
http://www.kirche-sanktleonhard.at